Passau – Eigentlich unglaublich, dass die Starbulls Rosenheim am Freitagabend in Passau das Penaltyschießen benötigten, um wenigstens zwei Punkte mitzunehmen. Die Gäste vergaben eine Vielzahl von Chancen, scheiterten meistens am starken Passauer Keeper Leon Meder, oft aber auch am eigenen Unvermögen. Rosenheim vergab noch dazu eine 2:0-Führung nach dem ersten Drittel.
Im Penaltyschießen traf bei Rosenheim Curtis Leinweber, während die Passauer alle drei Penaltys vergaben. Am Sonntag, 17 Uhr, empfangen die Starbulls Landsberg im Rofa-Stadion.
Die Starbulls Rosenheim begannen das Spiel mit viel Druck und hatten auch die ersten Chancen. Die größte Möglichkeit besaß Neuzugang Zack Phillips, der nach einem Break – schön eingesetzt von Brad Snetsinger – mit einem Rückanschluss an Passaus Torhüter Meder scheiterte.
Anschließend kamen die Hausherren besser ins Spiel. Die Partie ging hin und her und Andi Mechel hatte wie sein Gegenüber gutzutun. Die beste Chance für Passau besaß Janzen, auf der anderen Seite vergab Marc Schmidpeter in bester Position und Steffen Tölzer traf nur den Pfosten.
In der 16. Minute war es endlich soweit: Manuel Edfelder traf zum 1:0 und in der 19. Minute stellten die Rosenheimer ihre aktuelle Überzahlstärke unter Beweis. Steffen Tölzer legte quer auf seinen Verteidigerpartner Aaron Reinig und der demonstrierte seine Schussstärke und traf mit einem satten Schuss ins untere Eck. Es war bereits sein dritter Saisontreffer. Bei diesem Tor bekam Neuzugang Zack Phillips auch noch einen Assist gut geschrieben.
Rosenheim kam gleich wieder stark aus der Kabine und hatte beste Chancen. In der 24. Minute die Riesenmöglichkeit für Alexander Höller, der allein auf Passaus Torhüter zufuhr und an im scheiterte. Kurz darauf vergab Max Brandl freistehend vor Meder. Spätestens jetzt war die Führung hochverdient.
Auf der anderen Seite waren es eher Zufallsprodukte, die zu Passauer Chancen führten, aber wenn er gebraucht wurde, war Andi Mechel zur Stelle.
Um die 30. Minute herum ergaben sich Chancen im Minutentakt für die Rosenheimer, die Passau nicht mehr aus dem eigenen Drittel ließen. Und das bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis.
Und wie aus dem Nichts erzielte Passau bei der ersten Überzahlsituation den 1:2-Anschlusstreffer. Nach dem Verlauf des zweiten Drittels eigentlich ein unglaublicher Spielstand, weil Rosenheim weiter beste Torchancen liegen ließ: So wie Marc Schmidpeter in der 38. Minute, als Meder wieder toll parierte.
Für Rosenheim kam es sogar noch schlimmer. Gleich zu Beginn des letzten Drittels kassierten die Rosenheimer in doppelter Unterzahl den 2:2-Ausgleich. Die Starbulls waren kurzzeitig geschockt, waren dann aber wieder am Drücker, wobei Passau immer wieder gefährliche Nadelstiche setzte.
In Verlängerung weiter Topchancen für Rosenheim, das dann auch noch Pech hatte, als Schmidpeter aus kürzester Distanz nur den Pfosten traf. So musste das Penaltyschießen entscheiden und da traf Leinweber abgezockt zum Siegtreffer, während Andi Mechel zweimal glänzend parierte..
Tore: 0:1 (16.) Edfelder (Daxlberger), 0:2 (19.) Reinig (Tölzer, Phillips – PP1), 1:2 (36.) Smith (Poulsen, Pill – PP1), 2:2 (43.) Poulsen (Pfänder, Pill – PP1), 2:3 (65.) Penaltys Leinweber.
Hauptschiedsrichter: Andreas Flad/Benedikt Lender
Zuschauer: 701
Strafzeiten: Passau 6, Rosenheim 6.