Balsam für die geschundene Seele

von Redaktion

FUSSBALL-REGIONALLIGA 1860 Rosenheim beendet Negativserie mit 1:0-Sieg über Rain

Rosenheim – Es ist wieder ein Hauch von Hoffnung eingekehrt beim Fußball-Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim. Das abgeschlagene Schlusslicht hat mit dem 1:0-Heimerfolg über den TSV Rain/Lech zum Vorrundenende die Negativserie von 13 sieglosen Spielen beendet. Ebenfalls vorbei ist die Torflaute nach vier Begegnungen ohne eigenen Treffer. Und zum ersten Mal seit 13 Begegnungen blieben die Sechziger auch wieder ohne Gegentor – was für ein gelungener Einstand von Rückkehrer Alin Goia!

Der 33-Jährige, der bis Sommer bei den Sechzigern war und diese Woche an der Jahnstraße einen neuen Vertrag unterschrieben hatte, legte in Sachen Präsenz eine beeindruckende Vorstellung hin. Die Nummer eins wirkte trotz fehlender Spielpraxis sofort souverän, agierte lautstark und – abgesehen von einem hohen Flankenball im ersten Durchgang, den er verpasste – fehlerfrei. Noch dazu leitete er das goldene Tor ein. Nach einer abgewehrten Aktion brachte er den Ball auf Nico Schiedermeier, der bediente Thomas Steinherr mit einem Gassenball und dessen Flanke verwertete Armin Majanovic im zweiten Versuch.

Es war eine der wenigen Kombinationen im Spiel, in dem man 1860 die Tabellensituation anmerkte, den Gästen allerdings nicht, dass sie zuletzt drei Spiele am Stück gewonnen hatten. „Da war schon viel Kampf und Krampf dabei“, musste 1860-Trainer Florian Heller eingestehen – in dieser Situation allerdings auch völlig normal.

Heller musste auch konstatieren, dass Rain nach dem Seitenwechsel eine Viertelstunde lang das Spiel klar dominierte. „Wir brauchen nicht wegdiskutieren, dass Rain in der zweiten Halbzeit die besseren Torchancen hatte.“ Aber beim Versuch des eingewechselten Jonas Greppmeir half auch der holprige Platz mit, beim verdeckten Schuss des stark aufspielenden Fadhel Morou ging Goia Parterre und tauchte den Ball aus dem Eck und als Rain doch ins Tor traf, ging die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten wegen einer angeblichen Abseitsposition hoch. „Das war dann schon glücklich“, gab Heller zu. Aber letztlich braucht man Fortuna in so einer Situation auch mal. „In Buchbach haben wir gut gespielt und kein Glück gehabt. Jetzt haben wir nicht das gezeigt, was wir eigentlich sehen möchten, haben aber die Punkte“, sagt der Rosenheimer Trainer – und erklärt: „So einen Sieg haben wir mal gebraucht!“

Übrigens auch, weil die Umstände einmal mehr brisant waren. Denn am Vormittag hatte sich Sam Zander erkrankt abgemeldet – und damit genau der Spieler, der die zentrale Position im Mittelfeld anstelle des gesperrten Linor Shabani einnehmen hätte sollen. Letztlich entschied sich das Trainerteam dafür, Tim Kießling diese Rolle anzuvertrauen. „Wir haben überlegt, wer die körperliche Präsenz in Verbindung mit einem ordentlichen Passspiel für diese Position hat“, erklärte Heller. Die Crux an der ganzen Sache: „Du musst ja kurzfristig deine ganze Statik im Spiel umändern.“ Schließlich war Kießling ja fix in der Innenverteidigung vorgesehen. Letztlich passte die Umstellung, weil auch der in die Startformation gerückte A-Junior Malik Salkic in der Defensive einen guten Job machte. Ein Spiel ohne Gegentor ist dafür der beste Beweis.

TSV 1860 Rosenheim: Goia, Sattelberger (ab 63. Benz), Wallner, Salkic, Stegemann (ab 90. + 2 Kolb), Demolli, Kießling, Marinkovic, Steinherr (ab 89. Jesse), Schiedermeier (ab 86. Kamuf), Majanovic (ab 66. Fenninger).

Schiedsrichter: Schreiner (DJK-SF Reichenberg).

Zuschauer: 163.

Tor: 1:0 Majanovic (35.).

Artikel 1 von 11