„Überzahl hat uns gerettet“

von Redaktion

Das Powerplay beschert den Starbulls einen 6:2-Heimsieg

Rosenheim – Was im letzten Jahr die Stärke war, hat diesmal noch viel Luft nach oben, was in der vergangenen Saison immer Anlass zur Kritik gab, läuft aktuell fast perfekt: Dank eines funktionierenden Powerplays haben die Starbulls Rosenheim ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Süd gegen den HC Landsberg mit 6:2 gewonnen. Den Hausherren gelangen vier Treffer mit mindestens einem Mann mehr auf dem Eis. „Das Überzahl hat uns gerettet“, meinte Starbulls-Trainer John Sicinski nach der Partie. Hingegen taten sich die Rosenheimer bei Gleichzahl auf dem Eis richtig schwer. „Das war auf Augenhöhe“, stellte Sicinski fest. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich Landsberg gegenüber der vergangenen Spielzeit stark verbessert präsentiert.

Der Sieg und die Punkte blieben aber dennoch an der Mangfall. Und das ohne die verletzten Verteidiger Florian Krumpe und Dominik Kolb sowie den angeschlagenen Angreifer Kevin Slezak. In der Defensive bekam Tobias Draxinger den jungen Alex Biberger an seine Seite, während Simon Heidenreich wieder umfunktioniert wurde und neben Maxi Vollmayer auflief. Sicinski rechnet bis zum kommenden Wochenende mit einer Rückkehr von Krumpe und Slezak, bei Kolb „gehe ich davon aus, dass er zunächst fehlt“.

Mit dabei war auch Zack Phillips, der neue Kontingentspieler – allerdings nicht als Mittelstürmer, sondern an der Seite von Max Brandl und Brad Snetsinger. Der ehemalige NHL-Erstrundenpick zeigte seine technischen Fertigkeiten, offenbarte aber ein Tempodefizit. „Zack braucht noch Zeit, er war davor zehn Tage nicht auf dem Eis und spielt jetzt in einer neuen Liga und mit neuen Mitspielern“, meinte Sicinski. Während Phillips beim ersten Eiseinsatz hauptsächlich im eigenen Drittel arbeiten musste, legte er bei seinem zweiten Wechsel die Scheibe ins Tor – es war der 1:1-Ausgleich, nachdem Landsberg in Führung gegangen war. Dann fielen vier Überzahltore durch Maxi Vollmayer (2), Maximilian Brandl und Aaron Reinig, ehe Steffen Tölzer den Schlusspunkt setzte.

Was die Rosenheimer aber nachdenklich stimmen muss: Wie schon gegen Höchstadt musste man nach einer deutlichen Führung nochmals zittern. Der Ex-Rosenheimer Jussi Nättinen erzielte das 2:4 aus Landsberger Sicht und hätte mit Ende des zweiten Drittels das dritte Tor machen können – Goalie Andi Mechel parierte aber den Penalty. „Wenn das 4:3 fällt – wer weiß, was passiert wäre?“, war sich auch Sicinski nicht sicher.

Statistik: Starbulls Rosenheim – HC Landsberg Riverkings 6:2 (4:1, 0:1, 2:0). Starbulls: Mechel (Kolarz) – Tölzer, Reinig; Vollmayer, Heidenreich; Draxinger, Biberger – Höller, Daxlberger, Edfelder; Cornett, Leinweber, Schmidpeter; Phillips, Brandl, Snetsinger; März.

Tore: 0:1 (5.) Gäbelein/Nedved, Wedl, 1:1 (7.) Phillips/Snetsinger, Brandl, 2:1 (12.) Vollmayer/Schmidpeter, Snetsinger – PP2, 3:1 (13.) Brandl/Phillips, Daxlberger – PP1, 4:1 (20.) Vollmayer/Snetsinger, Schmidpeter – PP1, 4:2 (34.) Nättinen/Nedved, Reuter – PP1, 5:2 (45.) Reinig/Daxlberger, Tölzer – PP1, 6:2 (53.) Tölzer/Reinig, Daxlberger.

Schiedsrichter: Schadewaldt und Stach; Strafminuten: Rosenheim 8, Landsberg 12; Zuschauer: 1465.

Artikel 5 von 11