Passt der Matchplan?

von Redaktion

Kolbermoors Damen müssen auswärts ran

Kolbermoor – Nachdem Kolbermoors Erstliga-Tischtennis-Damen jetzt knapp vier Wochen keine Begegnung mehr in der Meisterschaft absolvierten und daher genügend Zeit für das Training hatten, greifen sie am Sonntag – übrigens ihr einziges Spiel im November – wieder einmal wettkampfmäßig zum Schläger. Sie sind zu Gast bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim.

Spiele gegen das Quartett aus Rheinland-Pfalz sind stets Begegnungen, deren Ausgang im Vorfeld nicht vorhersehbar ist. In den letzten 23 Duellen dieser beiden Mannschaften durften sich beide Teams über jeweils zehn volle Erfolge freuen. Dreimal trennte man sich unentschieden, zweimal davon in den Play-off-Spielen im März 2018. Interessant ist, dass die Damen von Trainer Michael Fuchs erst dreimal beide Zähler am Rhein entführen konnten. Zuletzt geschah dies am 11. Oktober vergangenen Jahres, als man mit 6:2 gewann.

Inzwischen hat sich bei den Gastgeberinnen einiges getan. Drei Spielerinnen verließen den Verein, vier kamen hinzu. Bestens bekannt ist natürlich Anastasia Bondareva, die bis zur letzten Saison noch das Trikot des SV-DJK Kolbermoor getragen hat. Die Veränderungen hat auch Fuchs genau betrachtet. „Bingen hat eine sehr gute und ausgeglichene Mannschaft, die zuletzt mit starken Spielen aufgewartet hat“, sagt er. Dass das Bingener Team am vergangenen Wochenende etwas überraschend in Weil verloren hat, bezeichnet er sogar als gefährliches Ergebnis. Der derzeitige Vierte der Tabelle wird am Sonntag alles versuchen, um diesen Ausrutscher wieder ins rechte Licht zu rücken. Bingens Teammanager hatte zuletzt auch erklärt: „Wir haben einiges liegen gelassen. Nun gilt es, den Blick nach vorne auf die nächsten schweren Spiele zu richten.“

Kolbermoors Trainer Fuchs hat sich schon einen Matchplan aus der Schublade geholt und hofft, dass dieser auch aufgehen wird. „Wir hoffen, dass wir nach den Eingangsdoppeln nicht zurückliegen werden. Einige Spiele sind zuletzt nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Mindestens sollte es ein 1:1 werden. In den Einzeln sollten wir zumindest im vorderen Paarkreuz einen leichten Vorteil haben“, erläuterte er seine Vorstellungen. Im hinteren Paarkreuz kommt es voraussichtlich zum Duell zwischen Laura Tiefenbrunner – sie wird diesmal die Position vier bekleiden – und Anastasia Bondareva. Beide kennen sich natürlich bestens und wissen um die Stärken und Schwächen ihrer Gegnerin. „Ich glaube, dies wird ein enges und besonderes Spiel“, so Fuchs.

Insgesamt wäre ein voller Erfolg eine gute Werbung für das nächste Heimspiel im Dezember gegen eben den ESV Weil. Dazu wäre der Sieg für die Tabelle wichtig, liegt das Kolbermoorer Quartett im Kampf um die beiden vorderen Play-off-Plätze derzeit etwas im Hintertreffen.

Artikel 1 von 11