Regensburg – Mit einem Dreier sind die Starbulls Rosenheim am Freitagabend vom Spitzenspiel der Oberliga Süd aus Regensburg an die Mangfall zurückgekehrt. Ausschlaggebend für den 4:2-Erfolg bei den Oberpfälzern waren einmal mehr das starke Rosenheimer Powerplay sowie ein starker Torhüter Christopher Kolarz verantwortlich. Durch den Sieg überholte Rosenheim die Eisbären und ist neuer Tabellenzweiter. Am Sonntag (Spielbeginn 17 Uhr) kommt Spitzenreiter Weiden zum Topspiel nach Rosenheim.
Den deutlich besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber. Rosenheim war vor allem in den ersten zehn Minuten zu passiv und hatte Probleme mit dem anfänglichen Regensburger Sturmlauf. „Ich war froh, dass wir nach 20 Minuten nur mit 0:1 im Rückstand lagen. Ich habe der Mannschaft erklärt, dass das Spiel schon um 20 Uhr begonnen hat und es jetzt bereits 20.30 Uhr ist“, schilderte Trainer John Sicinski, was er unter anderem in der Drittelpause gesagt hat. Folgerichtig musste der starke Christopher Kolarz bereits nach 68 Sekunden das erste Mal hinter sich greifen. Nach einem Scheibenverlust im Spielaufbau kamen die Starbulls nicht schnell genug zurück, um einen Alleingang von Regensburgs Lukas Heger zu unterbinden, der Kolarz bei seinem Abschluss keine Chance ließ.
In den folgenden Minuten blieb Regensburg weiterhin am Drücker, verpasste es aber weitere Treffer nachzulegen. In dieser frühen Phase der Partie hielt ein bestens aufgelegter Kolarz sein Team im Spiel.
Nach Wiederbeginn zeigten sich die Gäste von Beginn an präsenter und wurden mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Nachdem mit Andrew Schembri erstmals ein Regensburger die Strafbank drückte, spielten Curtis Leinweber und Brad Snetsinger Sturmpartner Marc Schmidpeter am langen Pfosten schön frei und der Sommerneuzugang schloss erfolgreich ab. Und es kam noch besser aus Rosenheimer Sicht: Nur zweieinhalb Minuten später zog Maximilian Vollmayer ab und Peter Holmgren im Regensburger Tor rutschte die Scheibe zum zweiten Gästetreffer durch. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.
Zu Beginn des dritten Drittels erhielt Jakob Weber eine Zwei-Minuten-Strafe und Rosenheim nutzte abermals das Powerplay. Diesmal war es Phillips, der auf Vorlage von Maximilian Brandl den dritten Starbulls-Treffer des Abends erzielte.
Nur drei Minuten der entscheidende Treffer für die Grün-Weißen. Nachdem Leinweber im Regensburger Verteidigungsdrittel ein Bully gewann, zog Florian Krumpe ab und traf durch Freund und Feind hindurch zum vierten Rosenheimer Torerfolg. Kurz darauf keimte jedoch im Lager der Gastgeber nochmals Hoffnung auf, als Erik Keresztury erfolgreich abstaubte und die Oberpfälzer auf 2:4 heranbrachte. Zum großen Comeback reichte es für die Mannschaft von Head Coach Max Kaltenhauser aber nicht mehr.
Tore: 1:0 (1:08) Heger (Ontl, Weber), 1:1 (26:11) Schmidpeter (Leinweber, Snetsinger – PP1), 1:2 (28:57) Vollmayer (Snetsinger, Leinweber), 1:3 (42:20) Phillips (Brandl, Cornett – PP1), 1:4 (45:38) Phillips (Krumpe, Leinweber), 2:4 (47:05) Keresztury (Ontl, Heger).
Schiedsrichter: Flad/Becker; Strafminuten: Regensburg 4, Rosenheim 6;
Zuschauer: 1.734.