Rosenheim/Traunstein/Töging/Bruckmühl – Einige richtungsweisende Spiele stehen am 20. Spieltag in der Fußball-Landesliga auf dem Programm. Zwischen dem Tabellenvorletzten SB Chiemgau Traunstein und dem Schlusslicht aus Töging kommt es zum absoluten Kellerduell. Der SB Rosenheim (Platz 13) empfängt den 15. aus Brunnthal. Bruckmühl gibt seine Visitenkarte beim Zweitplatzierten in Unterföhring ab.
Der SB Chiemgau Traunstein hat einen neuen Trainer: Danijel Majdancevic übernimmt den Fußball-Landesligisten mit sofortiger Wirkung. Der 32-Jährige, für den es die erste Trainerstation ist, hat diese Woche bereits seine ersten Einheiten geleitet und wird am heutigen Samstag um 14 Uhr beim Heimspiel gegen den FC Töging auch erstmals auf der Bank Platz nehmen. Das gab der Sportliche Leiter des SB Chiemgau, Jochen Reil, am Freitag bekannt. „Danijel ist ein super Typ und er war unsere Wunschlösung“, betonte Reil, der bis vor Kurzem Coach des abstiegsbedrohten Tabellenvorletzten gewesen ist. Bei den letzten beiden Partien saßen dann wieder interimsmäßig Abteilungsleiter Uli Habl und Stefan Hafner auf der Bank.
Majdancevic, dessen Vertrag beim SBC diese und nächste Saison läuft, wird ab dem neuen Jahr dann auch als Spielertrainer fungieren. Vorerst wird er sich aber voll und ganz auf seine Arbeit an der Seitenlinie konzentrieren können, denn noch ist er für den SB Chiemgau nicht spielberechtigt. Auch ein neuer Spieler ist ab sofort beim SB Chiemgau: Mit Issa Ndiaye handelt es sich dabei um einen alten Bekannten. Der Torwart aus dem Senegal trug bereits von 2013 bis 2017 das Trikot der Traunsteiner und wechselte zu Türk Gücü München, danach spielte er noch für den TSV Ampfing. „Er wird auch gegen Töging schon im Kader stehen“, informierte Reil. „Es werden auch noch weitere Spieler kommen“, kündigte der Sportliche Leiter an. Für das heutige Kellerduell gegen den Tabellenletzten FC Töging erhofft sich Reil die nächsten drei Punkte. Und die Mannschaft habe es in dieser Saison ja durchaus schon bewiesen, dass sie es könne, zeigte er sich optimistisch. In der Tat setzte der SBC gerade im letzten Heimspiel gegen das Spitzenteam TSV Eintracht Karsfeld mit einem 2:0-Sieg ein dickes Ausrufezeichen.
Heute um 15 Uhr gastiert der TSV Brunnthal zum ersten Mal im Josef-März-Stadion. Das Hinspiel war das erste Ligaduell beider Mannschaften mit dem besseren Ende für den Gastgeber. Brunnthal gewann mit 4:2 (2:1). Heute geht es für den Sportbund nicht nur darum, Revanche für die Hinspielniederlage zu nehmen. In der Endabrechnung zählt bei Punktgleichheit das direkte Duell. Ein Unentschieden könnte am Saisonende für die Grün-Weißen also zu wenig sein.
Die Voraussetzungen für einen Sportbund-Heimsieg scheinen nicht die schlechtesten zu sein, denn der Gast konnte aus den letzten zehn Spielen nur einen Sieg (in Traunstein) und zwei Unentschieden erzielen. Siebenmal, zuletzt viermal in Folge, verließ der TSV als Verlierer den Platz und rutschte nach ordentlichem Saisonstart in der Tabelle ab. Unterschätzen sollte man den Gast definitiv nicht, auch wenn die Spieler von Trainer Raphael Schwanthaler (37) Abstiegskampf bisher nur vom Hörensagen kannten. Seit der Saison 2015/16 errang Brunnthal drei Meisterschaften und stieg dreimal, von der Kreisklasse über die Kreisliga und die Bezirksliga bis in die Landesliga, auf. Ein kleiner Pluspunkt für den Sportbund, der in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich den Klassenerhalt in der Landesliga schaffte und mit solchen Drucksituationen umzugehen weiß.
Der SV Bruckmühl hat auch heute um 14 Uhr eine schwere Aufgabe zu bewältigen. Zum einen wird nicht im Mangfallstadion gespielt, was dem Team von Maik Blankenhorn nicht wirklich gefällt, und zum anderen ist der Gegner der Zweitplatzierte aus Unterföhring. Der FC geht mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen als absoluter Favorit in die Partie. Den Bruckmühlern kann aber der 1:0-Sieg im Hinspiel Mut machen. Außerdem konnte man letzte Woche die Ergebniskrise mit einem 1:0-Erfolg gegen Ampfing beenden. Die Personalsorgen im Lager des SVB sind allerdings weiterhin groß. Für das Spiel gegen Unterföhring fallen mit Thomas Mühlhamer, Maxi Biegel, Philipp Keller, Anian Folger, Lukas Piendl und Charly Kunze gleich sechs potenzielle Startelf-Kandidaten aus. Ampfing ist zur gleichen Zeit in Holzkirchen zu Gast und will sich weiter von den Relegationsplätzen zum Abstieg entfernt halten.esc/ben/stk