Rosenheim – Fast zwei Wochen Pause hatten die Starbulls-Eishockeyspieler wegen des Deutschland-Cups. Zeit, die Rosenheims Coach John Sicinski dazu nutzte, um an ein paar Stellschrauben zu drehen, vor allem aber um vor den beiden Wochenendspielen in Füssen (Freitag, 19.30 Uhr) und dem Heimspiel gegen Lindau am Sonntag, 17 Uhr, seine Sturmreihen erneut umzustellen. „Ich bin noch nicht ganz zufrieden mit der Zusammenstellung der Reihen. Wer passt zu wem am besten und wie schießen wir im Spiel Fünf gegen Fünf wieder mehr Tore“, so die Fragen, die sich Sicinski stellte.
Die Tor-Ausbeute bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis war im Vorjahr die große Stärke der Starbulls – in dieser Saison fielen lediglich 20 von 40 Toren bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis. Nur gut, dass die Starbulls ihr überragendes Überzahlspiel haben, doch die Quote wird nicht so hoch bleiben.
„Nicht, dass ich bisher unzufrieden war, aber es muss vor dem Tor mehr Effizienz her“, fordert Sicinski, der auf die vielen Großchancen seines Teams und die hohe Anzahl an Torschüssen verweist. „Ein Tor bei gleicher Spieleranzahl in den Heimspielen gegen Memmingen und Weiden und wir hätten die Spiele wahrscheinlich gewonnen“, glaubt der Starbulls-Coach.
Weil die Rosenheimer von Corona-Erkrankungen bislang verschont geblieben sind, stehen dem Trainer am Freitag beim Auswärtsspiel in Füssen alle Stürmer zur Verfügung, also auch Manuel Edfelder, der gegen Weiden mit seiner Dynamik und Schnelligkeit so schmerzlich vermisst wurde.
Die Umstellungen in den Sturmreihen
Die neuen Sturmreihen für das Spiel in Füssen sehen nach den Umstellungen folgendermaßen aus: Brad Snetsinger/Max Brandl/Zack Phillips; Manuel Edfelder/Dominik Daxlberger/Alexander Höller; Marc Schmidpeter/Curtis Leinweber/Kevin Slezak; Max Hofbauer Nicolas Cornett/Simon Heidenreich. Die Verteidigerpaare bleiben gleich: Steffen Tölzer/Aaron Reinig; Florian Krumpe/Max Vollmayer sowie Tobi Draxinger /Alexander Biberger.
Damit schickt John Sicinski seine torgefährlichste Reihe aus der Vorbereitung mit Schmidpeter/Leinweber und Slezak wieder zusammen auf das Eis und erhofft sich durch die Umstellungen mehr Torgefahr und mehr Tore: „Wir müssen immer einen Spieler vor dem Tor haben, um bei den Abprallern da zu sein. Vor allem aber will ich sehen, dass mein Team 60 Minuten den Fuß auf dem Gas hat.“
Gerade gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte haben die Rosenheimer schon den einen oder anderen Punkt liegen lassen (Passau, Riessersee). „Wir dürfen solche Teams nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die können alle Eishockey spielen“, warnt Sicinski vor Nachlässigkeiten.
Das heutige Freitag-Spiel in Füssen könnte eine knifflige Angelegenheit werden. „Füssen ist zu Hause unangenehm. Die spielen ein gutes Forechecking und darauf haben wir uns in den letzten Trainingseinheiten eingestellt. Auch was den Spielaufbau betrifft“, sagt Sicinski, der noch zwei Heimspiel-Ergebnisse der Allgäuer anführt: „Die Füssener haben Memmingen mit 5:3 und Deggendorf mit 3:2 besiegt. Damit ist zu diesem Auswärtsspiel alles gesagt.“ Im Starbulls-Tor wird Andreas Mechel stehen.
Leichter dürfte die Heimpartie am Sonntag gegen Lindau werden. Die Islanders sind aktuell mit 46 Gegentoren die „Schießbude der Liga“. Vor der Deutschlandcup-Pause haben die Lindauer endlich ihr erstes Spiel nach 60 Minuten gewonnen – 5:2 gegen Füssen, Rosenheims Freitag-Gegner.
Für das Sonntag-Heimspiel gegen Lindau gelten wieder neue Corona-Regeln für den Stadionbesuch (siehe Kasten „2G und FFP2-Maskenpflicht“).