Jetzt auf Platz zwei

von Redaktion

Starbulls-Statistik Einige torgefährliche Verteidiger

Rosenheim – Zum zweiten Mal in wenigen Wochen bekamen es die Starbulls Rosenheim in vier aufeinanderfolgenden Spielen mit den vier Kellerkindern der Liga zu tun. Und während sie in der Frühphase der Saison dabei noch einen Punkt liegenließen, indem sie in Passau ein Penalty-Schießen zum Sieg brauchten, blieben sie diesmal gegen Füssen und Lindau am Wochenende davor sowie gegen Landsberg und Passau komplett ohne Minuspunkt. Dadurch konnten sie die punktgleichen Memminger auf Rang drei verweisen und zum Tabellenführer Weiden nach wie vor engsten Kontakt behalten.

11:3 in Landsberg der
höchste Auswärtssieg

Die letzten beiden Auswärtsspiele hätten wohl unterschiedlicher nicht verlaufen können. Während man in Füssen am vorletzten Freitag nur durch ein Unterzahltor hauchdünn gewann und dabei eins der torärmsten Auswärtsspiele der Oberliga-Historie lieferte, spielte sich der Mini-Kader von nur 14 Feldspielern in einen Tor-Rausch und egalisierte mit einem 11:3 in Landsberg den bis dato höchsten Auswärtssieg (10:2 in Passau letzte Saison). Dass es zwei Tage später gegen eben diese Passauer „nur“ zu einem ungefährdeten Arbeitssieg reicht, war zu erwarten. Immerhin erweisen sich die Niederbayern als wesentlich stabiler als die anderen „Oberligisten vom grünen Tisch“. Obwohl die Passauer noch kein einziges Spiel in regulärer Spielzeit gewinnen konnten, sammeln sie fleißig Punkte in Overtime, wo sie bereits achtmal (in 14 Partien) tätig wurden, während die Landsberger nach einigen Achtungserfolgen zu Beginn wieder ähnlich überfordert wirken wie im Vorjahr – inklusive Ex-Starbull Jussi Nättinen, der am Freitag eine Plus-Minus-Bilanz von minus 5 quittieren musste.

Gegen beide Teams haben die Starbulls übrigens bisher alle Partien gewonnen und nur den einen erwähnten Punkt in Passau abgegeben. Das Torverhältnis aus je fünf Begegnungen: 30:11 gegen Passau und 44:8 gegen Landsberg!

An den letzten beiden Wochenenden konnten sich Tölzer, Snetsinger und Co. auch den Luxus erlauben, ihr phänomenales Powerplay etwas schleifen zu lassen. Nur zwei Tore aus zwölf Situationen haben die Erfolgsquote von rund zwei Drittel auf „nur noch“ 50 Prozent schrumpfen lassen, was immer noch fast doppelt so hoch ist wie die des Zweitbesten, der Memminger Indians.

Und noch einer ließ es diesmal etwas ruhiger angehen. Nachdem Kapitän Dominik Daxlberger zuvor an fast 40 Prozent der Rosenheimer Treffer in dieser Saison beteiligt gewesen war, schaffte er es in Landsberg, als einer von nur drei Spielern ohne Scorerpunkt zu bleiben. Gut vertreten wurde er da von Zack Phillips mit seinem ersten Fünf-Punkte-Match in Grün-Weiß und von Brad Snetsinger und Max Brandl, die auf je vier Scorerpunkte kamen. Snetsinger wiederum ging am Sonntag gegen Passau leer aus, nachdem er zuvor in fünf Spielen am Stück gescort hatte, und wurde bestens von Alex Höller vertreten, der nach einem kleinen Durchhänger mit nur einem Tor in sieben Begegnungen in den letzten drei Spielen jeweils doppelt punkten konnte.

Und da sind ja auch noch die Blueliner! Aaron Reinig hat bereits siebenmal getroffen, das ist Spitzenwert im Team (gleichauf mit Snetsinger). Max Vollmayer ist drittbester Scorer, auch Steffen Tölzer liegt bei fast einem Punkt pro Spiel, und zuletzt traf auch Florian Krumpe in zwei von drei Partien. Und AEV-Förderlizenzler Michael Gottwald beteiligte sich in seinem bisher einzigen Gastspiel bei seinem Heimatklub ebenfalls am Toreschießen.

Ansonsten agieren die Starbulls heuer eigentlich ziemlich verlässlich. Meistens führen sie frühzeitig, und nur ein einziges Mal ließen sie sich spektakulär noch die Butter vom Brot nehmen, als vor drei Wochen die Memminger aus einem 1:3 ein 4:3 machten und letztlich 5:4 siegten.

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