Obertillach – Das war eine knappe Sache: Bei den internen Qualifikationswettkämpfen der deutschen Damen und Herren ging es um die noch freien Plätze in den Kadern für Weltcup und IBU-Cup. Besonders bei den Herren waren die Wettkämpfe in Obertilliach eine knallharte Auslese: Denn ein Großteil der Kader für Weltcup und IBU-Cup war schon vornominiert worden. So ging es bei den Herren im IBU-Cup „nur noch um drei freie Plätze – und dafür haben wir in etwa 15 Anwärter“, verdeutlichte Trainer Remo Krug (Inzell) schon im Vorfeld, dass für den deutschen Perspektivkader ein harter Konkurrenzkampf bevorstehen würde.
Und das bewahrheitete sich dann auch in den beiden Sprints, die in Österreich ausgetragen wurden. Neben Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) – der einen Platz beim Weltcup-Auftakt nur hauchdünn verfehlte, aber dafür in der zweiten Weltcup-Woche in Östersund schon einen Platz sicher hat – waren auch Johannes Donhauser (SC Ruhpolding) und Philipp Lipowitz (DAV Ulm) zumindest für den IBU-Cup vornominiert.
Johannes Kühn war in Östersund beim Zehn-Kilometer-Sprint am Donnerstag als 12. bester Deutscher.
Zwei Stützpunkt-Athleten verfehlten nur ganz knapp einen fixen Startplatz: Marco Groß (SC Ruhpolding) und Niklas Homberg (SK Berchtesgaden).
Dagegen müssen Matthias Dorfer (SV Marzoll/4. und 8.) und Dominic Schmuck (SC Schleching/13. und 9.) im Saisonverlauf erst einmal versuchen, sich über starke Leistungen beim Deutschlandpokal für die zweithöchste Wettkampfebene im Biathlon zu empfehlen.
Bei den Damen waren nur noch zwei Plätze für den Weltcup zu vergeben. Gesetzt waren Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal), Franziska Preuß (SC Haag), Vanessa Hinz (SC Schliersee/alle Stützpunkt Ruhpolding) sowie Janina Hettich (SC Schönwald) aufgrund der Ergebnisse des Vorjahres.
Erfreulich aus Stützpunkt-Sicht: Einen der zwei freien Plätze im Weltcup erkämpfte sich Anna Weidel (WSV Kiefersfelden).who