Vila Nova de Gaia – Das erste Mal war die Kolbermoorer Bundesliga-Tischtennisspielerin Naomi Pranjkovic bei einer Jugend-Weltmeisterschaft dabei. Auf das Podest hat es im portugiesischen Vila Nova de Gais nicht gereicht, doch dürfte die 16-Jährige mit der Bilanz insgesamt sehr zufrieden gewesen sein.
Eindrücke, wie stark die Konkurrenz ist, erfuhr Pranjkovic schon im Mannschaftsbewerb. In der Auftaktbegegnung gegen China bezog das deutsche Team, das unter anderem auch mit der Ex-Kolbermoorerin Anastasia Bondareva antrat, eine 0:3-Niederlage. Pranjkovic kassierte dabei eine Dreisatzniederlage gegen Man Kuai.
Zu gefallen wusste sie im Doppelbewerb, den sie mit Sophia Klee (TTC Weinheim) bestritt. Der 3:0-Sieg des deutschen Duos gegen die belgisch/usbekische Paarung Kisel/Magdieva war bemerkenswert. Im Viertelfinale mussten sich die beiden deutschen Spielerinnen dann Rachel Sung und Amy Wang aus den USA in fünf Sätzen geschlagen geben.
Mit dem Norweger Borgar Haug trat Pranjkovic im gemischten Doppel an und hinterließ auch hier einen guten Eindruck. 3:2 hieß es am Ende gegen das Duo Feng/Cai aus Taiwan. Im Achtelfinale traf man auf das Duo Yiang/Kuai aus China und hatte mit einer 1:3-Niederlage das Nachsehen.
Im Einzelbewerb traf Naomi Pranjkovic auf die starke Portugiesin Ines Matos. Obwohl sie alle Register ihres Könnens zog und mit ihrer Konkurrentin fast auf Augenhöhe stand, musste sich am Ende eine knappe 2:4-Niederlage verbuchen.
Trainer Boris Pranjkovic zog ein positives Fazit über das Abschneiden seiner Tochter: „Im Einzelbewerb hat die Gegnerin von Naomi extrem gut gespielt. Auch in den anderen Begegnungen hat Naomi eine Top-Leistung gezeigt. Wenn man allerdings auf eine Chinesin trifft, dann ist da natürlich nicht viel drin.“eg