Ein Treffen der Nationalspielerinnen

von Redaktion

Beim TSV Langstadt steigt letzte Kolbermoorer Vorrundenpartie

Kolbermoor – Wenn Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen am Sonntag beim TSV Langstadt ihr vorletztes Vorrundenspiel bestreiten, dann ist dies auf alle Fälle eine Begegnung der besonderen Art. Es ist quasi ein Treffen der Nationalspielerinnen, sodass Prognosen über den Spielausgang nur schwer zu treffen sind.

Als der TSV Langstadt in der Saison 2018/19 erstmals in der Bundesliga aufschlug, hatte der Verein schon Aufmerksamkeit erregt, weil man die Spielzeit als Fünfter abgeschlossen hatte. Das Hessen-Quartett hat sich in der Folge immer weiter gesteigert und zuletzt als Drittplatzierter für Furore gesorgt. Hinzu kam die Verpflichtung von Petrissa Solja, die im vorderen Paarkreuz ein Garant für Punkte ist. Vor dieser Spielzeit holte man sich auch noch das ehemalige Aushängeschild des SV-DJK Kolbermoor. Derzeit rangieren die Langstädterinnen zwar nur auf Position fünf, liegen aber lediglich zwei Punkte hinter Kolbermoors Damen und haben zwei Begegnungen weniger. Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs sagt: „Es wird ein Duell der Nationalspielerinnen. Alle Akteurinnen sind sehr ausgeglichen und beide Teams haben mit Tanja Krämer auf Langstädter Seite sowie Svetlana Ganina bei uns zwei sehr erfahrene Spielerinnen im Kader.“. Aufgefallen ist ihm auch, dass die Gastgeberinnen zwei eingespielte Doppel vorweisen können. Auf heimischer Seite muss man dagegen noch an einigen Stellschrauben drehen. „Wir hoffen, dass wir aus den Doppeln mit einem Unentschieden rausgehen“, sagt er.

Für die Brisanz sorgen vor allem die Duelle im vorderen Paarkreuz, beispielsweise von Yuan Wan oder Kristin Lang gegen Petrissa Solja. Zwar haben die beiden Kolbermoorer Spielerinnen abgesehen davon, dass Lang im letzten Play-off-Halbfinalspiel gegen die aktuelle Einzel-Europameisterin das Nachsehen hatte, die letzten Begegnungen gewonnen, dennoch ist dies keine Garantie für Punkte. Am Sonntag werden sich zudem die Wege zwischen Yuan Wan und Chantal Mantz kreuzen. Kurioserweise traten beide Spielerinnen erst kürzlich beim WTT-Turnier in Düsseldorf als gemeinsames Doppel auf. „Es ist diesmal ganz schwer, irgendwelche Prognosen aufzustellen“, so Fuchs. Langstadts Manager Manfred Kämmerer gibt die Favoritenrolle hingegen an die Gäste ab: „Wir haben seit dem Bundesliga-Aufstieg noch nie gegen Kolbermoor gewonnen. Das ist schon so etwas wie unser Angstgegner. Allerdings ist das Quartett aus dem Babenhausener Ortsteil in dieser Saison noch ungeschlagen ist und konnte als einziges Team dem Meisterschaftsfavoriten TTC Berlin eastside ein Unentschieden abtrotzen.

Artikel 1 von 11