Spätestes Siegtor in der Saison

von Redaktion

Starbulls-Eishockeystatistik 100 Minuten ohne einen Torerfolg

Rosenheim – Mit dem Sieg am zweiten Weihnachtsfeiertag in Höchstadt, das noch noch drei Tage zuvor die Passau Blackhawks in deren Halle zweistellig zerlegten, ist wenigstens die Serie von drei Rosenheimer Niederlagen am Stück gerissen. Drei Niederlagen in Folge gab es letztmals Mitte Februar des Jahres. Fast symptomatisch, dass der späte Siegtreffer dem Kapitän gelang. Auch Dominik Daxlberger war bei den beiden letzten Niederlagen, völlig ungewohnt für die laufende Saison, ohne Scorerpunkt geblieben, nachdem er zuvor gefühlt in jedem Spiel im Protokoll vor allem als Torvorbereiter aufgetaucht war.

Allerdings darf man bei aller Freude über den diszipliniert herausgespielten Sieg bei den Alligators (heuer allerdings nicht so heimstark wie vergangene Saison) nicht die ärgerliche und unnötige Heimniederlage gegen den SC Riessersee vergessen, bei der die Starbulls trotz der beinahe noch erfolgreichen Aufholjagd auf ganzer Linie enttäuschten und dabei über drei Viertel des Spieles jegliche Power vermissen ließen.

Erstmals in der Saison
mit 0:3 im Rückstand

Beim Stand von 0:3 lagen sie damit erstmals in dieser Saison (am 21. Spieltag!) mit drei Treffern Differenz im Rückstand, und das gegen ein Team, das ohne seinen verletzten Kapitän und ohne einen einzigen Förderlizenzspieler aus München antrat.

Dabei offenbarten die Rosenheimer einen eklatanten Mangel an Torgefährlichkeit und der Fähigkeit zur Chancenverwertung. Zuvor fast 54 Minuten in Weiden und gegen den SCR über 46 Minuten blieb der gegnerische Kasten wie vernagelt, und es fehlten nur zwei Sekunden, dann hätte es die Phase von 100:18 Minuten sogar in die Top Ten der torlosesten Spannen der kompletten Starbulls-Oberliga-Historie geschafft.

Zwar gelang in Höchstadt auch zwischen den beiden Treffern wieder 52 Minuten lang kein Tor, doch da funktionierte die Defensive, während in Weiden und gegen Riessersee sechs Gegentore in Folge (auch ein Novum für diese Saison) und in schöner Regelmäßigkeit fielen.

Höllers imposante
Serie ist gerissen

Während gegen den SCR Alex Höllers imposante Serie von 16 Scorerpunkten in neun Spielen zum Ende kam, feierten am Sonntag drei Spieler ein Comeback im Scorerprotokoll. Kevin Slezak und Marc Schmidpeter assistierten zum 1:0 nach zuvor sechs (Slezak) bzw. sieben (Schmidpeter) Spielen, und als Tobi Draxinger den Siegtreffer von Dominik Daxlberger einleitete, war dies gar sein erster Scorerpunkt dieser Saison (in seinem 15. Spiel). Das Game-Winning-Goal zum 2:1 nur 81 Sekunden vor Schluss war übrigens das Späteste für die Starbulls in der laufenden Spielzeit; lediglich gegen Lindau hatten sie zweimal annähernd so spät das letztlich entscheidende Tor erzielt (in der 48. bzw. der 54. Minute).

Was in den offensiv erfolglosen Phasen natürlich besonders fehlte, waren die regelmäßigen Powerplay-Treffer, auf die sich Sicinskis Jungs in den ersten elf Partien fast blind verlassen konnten. Kann es wirklich nur am Fehlen von Aaron Reinig liegen, der vor seiner Verletzung der mit Abstand stärkste Powerplay-Blueliner der gesamte Liga war? Seit sechs Spielen muss man ohne ihn auskommen, und in dieser Zeit gab es durch zweimal Snetsinger sowie Tölzer und Daxlberger lediglich vier Tore in gut 34 Minuten Überzahl, in den letzten neun Powerplays kein einziges!

In Höchstadt sorgte Curtis Leinweber, der in den letzten Spielen auch so seine Offensivprobleme hatte, für eine relativ frühe Führung. Im Gegensatz zur letzten Saison, als Alex Höller sehr oft den ersten Rosenheimer Treffer eines Spieles erzielte, gibt es heuer keinen ausgesprochenen „Bannbrecher“.

Die 22 Auftakttore der Starbulls verteilen sich auf ein ganzes Dutzend verschiedener Spieler. Leinweber, Daxlberger und Schmidpeter eröffneten je dreimal den Torreigen, Brandl, Snetsinger, Edfelder und Höller je zweimal, und je einmal waren es Zack Phillips und die Verteidiger Krumpe, Vollmayer, Tölzer und Reinig.

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