Nationalspieler in der Kreisklasse

von Redaktion

Heimatliebe und Verbundenheit mit den Spezln: Lars und Sven Bender in Brannenburg

Brannenburg – Es war das Comeback des Jahres: Etwas mehr als zwei Monate, nachdem sich Lars und Sven Bender am letzten Bundesliga-Spieltag aus dem Profifußball verabschiedet hatten, schnürten die beiden äußerst bodenständig gebliebenen Zwillinge schon wieder die Stollenschuhe – in der Kreisklasse für ihren Heimatverein TSV Brannenburg.

Lars Bender bestritt für Bayer Leverkusen 256 Bundesliga-Spiele, 30 Begegnungen in der Champions League und 28 in der Europa League sowie 19 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft. Sven Bender kommt für Borussia Dortmund und Leverkusen auf 265 Bundesliga-Matches, 33 Spiele in der Champions League und 21 Europa-League-Partien sowie acht Länderspiele für die DFB-Auswahl. Im Alter von 32 Jahren hatten die beiden Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016 ihre Profikarriere beendet. Ihr kraftraubender und einsatzfreudiger Spielstil forderte seinen Tribut. Den Spaß am gemeinsamen Kicken mit den Freunden in der Heimat konnten die in den letzten Jahren immer häufiger werdenden Verletzungen aber nicht bremsen – und so liefen die Zwillingsbrüder am 1. August im Derby gegen Flintsbach (Endstand 5:2) erstmals seit der E-Jugend wieder im Brannenburger Dress auf. Mit den Benders, die auf 13 (Sven) und acht (Lars) Einsätze in der Herbstrunde kamen, steht der TSV Brannenburg auf dem zweiten Rang in der Kreisklasse 1 – natürlich mit der besten Defensive der Liga.

Im heimischen Fußball wurde im Frühjahr nicht in der Liga gespielt – eine Quotientenregelung bestimmte die Auf- und Absteiger. Unter anderem schaffte der SV Bruckmühl den Sprung in die Landesliga, der SV Westerndorf und der TSV Siegsdorf gingen in die Bezirksliga rauf. In der laufenden Spielzeit kassierte der TSV 1860 Rosenheim zwei 0:8-Klatschen und ziert das Tabellenende der Regionalliga Bayern.

Der TSV Wasserburg steckt in der Bayernliga im Abstiegskampf und hat auch in diesem Jahr den Trainer gewechselt. Gleich mehrmals hat Landesligist SB Chiemgau Traunstein den Übungsleiter ausgetauscht.

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