Rosenheim – Drei Spiele in fünf Tagen warten auf die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga: Auf das Mittwoch-Heimspiel (19.30 Uhr) gegen Peiting folgt die nächste Partie im Rofa-Stadion gegen Höchstadt (Freitag, 7. Januar, 19.30 Uhr), ehe man am Sonntag, 9. Januar, 18 Uhr, in Peiting gastiert. Nach dieser Begegnung haben die Rosenheimer in den letzten 24 Tagen seit dem 17. Dezember zehn Spiele bestritten. Ein im wahrsten Sinnen des Wortes „sportliches Programm“. Starbulls-Coach John Sicinski sieht in der Vielzahl der Spiele „einen guten Test im Hinblick auf die Play-off-Zeit. Außerdem spielen die meisten Spieler lieber als zu trainieren. Die vielen Spiele haben aber gezeigt, dass die Mannschaft topfit ist“.
Der Mittwoch-Gegner Peiting zählt rein statistisch gesehen zu den Spitzenteams der Liga, auch wenn es gerade die letzten Ergebnisse nicht vermuten lassen. Zwischen Weihnachten und dem Jahresanfang ging dem Tabellensechsten – mit Ausnahme des 5:1-Sieges gegen Füssen – etwas die Luft aus. Gegen Weiden, Regensburg, Höchstadt und Memmingen verließen die Peitinger als Verlierer das Eis. „Peiting ist trotz des Verletzungspechs immer ein gefährlicher Gegner, der zumindest zwei Topsturmreihen auf das Eis bringt“, sagt John Sicinski und warnt vor allem vor Liga-Topscorer Nardo Nagtzaam. „Er ist ein kompletter Stürmer. Schnell, guter Schuss, er arbeitet nach hinten und hat auch immer ein Auge für seine Mitspieler“, schwärmt der StarbullsCoach von dem Peitinger Angreifer. Der Niederländer hat 48 Skorerpunkte (15 Tore/33 Assists) auf seinem Konto und liegt damit sieben Punkte vor dem Zweitplatzierten Chad Bassen und satte 13 Zähler vor Starbulls-Topscorer Brad Snetsinger (13/22).
Nicht nur auf dieser Position sind die Peitinger Spitze. In Unterzahl führen Ty Morris und Co die Ligawertung an, in Überzahl rangiert die Truppe von Trainer Anton Saal auf Platz vier und in der Schusseffizienz sind die Peitinger Zweiter hinter Regensburg. Die Starbulls brauchen rund zwei Schüsse mehr für einen Torerfolg als die Peitinger.
Das allerdings sind rein statistische Werte, was zählt, ist auf dem Eis und da zeigen die Rosenheimer aktuell sehr gute Leitungen. So wie beim 7:1-Sieg in Lindau, als die Rosenheimer laut Trainer John Sicinski ihre beste Auswärtsleistung ablieferten. Vor allem im Defensivverhalten überzeugten die Starbulls nicht nur ihren Trainer. Steffen Tölzer und Co ließen kaum Chancen der Lindauer zu und selbst bei Puckverlusten waren die Starbulls schnell wieder optimal in der Abwehr aufgestellt. Genau das forderte John Sicinski von seinen Spielern und die setzten die Anweisungen ihres Chefs um. Was trotzdem auf das Tor kam, pflückte Andi Mechel weg, der gegen Peiting wieder Platz für Christopher Kolarz macht. Beide Torhüter wechseln sich in dieser Zeit der vielen Spiele ab.
Erstmals nach seiner Blinddarm-OP ist Verteidiger Aaron Reinig wieder mit von der Partie. Der Scharfschütze fiel nach dem 5:2-Heimsieg gegen Deggendorf am 5. Dezember insgesamt neun Spiele aus. Wieder mit dabei ist Thomas März, weiter fehlen werden hingegen Florian Krumpe und Max Hofbauer. bz