Maximilian Kurzbuch vom TSV Wasserburg wurde bayerischer Meister im Stabhochsprung der Männer.
München – Mit drei Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen überraschten die regionalen Leichtathleten bei den bayerischen Hallen-Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugend in München. Auch bei diesen Titelkämpfen war die Werner-von-Linde-Halle neben dem Olympiastadion eine Sicherheitszone im Zuge der strengen Corona-Hygienemaßnahmen.
Der TSV Wasserburg ist mit seinen Stabhochspringern nach wie vor auf Erfolgskurs. Im Männer-Stabhochsprung lieferte Maximilian Kurzbuch einen stabilen Wettkampf und bewies viel Nervenstärke. Mit 4,60 Metern wurde er neuer bayerischer Meister und musste sich am Ende die Goldmedaille mit Korbinian Suckfüll vom TSV Gräfelfing teilen. Beide Athleten hatten exakt die gleichen Fehlversuche und Leistungen gezeigt. „Ich wäre ganz gerne noch ein wenig höher gekommen“, sagte der 24-jährige Kurzbuch nach seinem Wettkampf. Pech hatte diesmal seine Schwester Laura Kurzbuch im Stabhoch-Wettbewerb der Frauen: Mit 3,30 Metern sicherte sich die 21-Jährige Bronze, dabei hatte sie die gleiche Leistung, allerdings mehr Fehlversuche als die Silber-Gewinnerin.
Ungeschlagen bleibt in dieser Hallen-Periode Michael Schwarz im Stabhochsprung der Jugend M15: Mit 4,00 Metern wurde der Wasserburger neuer bayerischer Meister und hatte 1,05 Meter Vorsprung auf den Zweiten. Christian Wimmer war die Trumpfkarte im Stabhochsprung der männlichen Jugend U18: Der 16-Jährige arbeitete sich auf 4,10 Meter und holte Silber hinter dem letztjährigen Deutschland-Ersten Jakob Zimmer vom SV Germering mit 4,35 Metern.
Für die Innstädter gab es vier vierte Plätze: Im 60-Meter-Finale der Jugend U20 fehlten Daniel Schwab mit 7,26 Sekunden nur drei Hundertstelsekunden zu Bronze. Julia Pauker hatte im W15-Stabhochsprung mit 3,00 Metern die gleiche Leistung wie die Dritte, allerdings mehr Fehlversuche. Vierte wurden Hubert Anglhuber über 60 Meter Hürden der Jugend U18 mit 8,57 Sekunden sowie seine Cousine Johanna Anglhuber mit 1,50 Metern im W15-Hochsprung.
Miriam Kauer vom TSV 1860 Rosenheim war das Aushängeschild ihres Vereins. Auf der 400-Meter-Sprintstrecke der weiblichen Jugend U20 lieferte sie eine überragende kämpferische Leistung. Mit einem klugen taktischen Rennen lag sie auf den letzten 50 Metern gleichauf mit zwei weiteren Gegnerinnen, doch ihr überragender Endspurt bedeutete eine echte Überraschung: Mit ihrer neuen Hallen-Bestzeit von 58,29 Sekunden wurde sie bayerische Meisterin und erfüllte auch die DM-Norm. Dicht auf den Fersen waren ihr hier Agnes Leitgeb vom TSV Deggendorf mit 58,47 Sekunden und Sonja Blöchl vom LAZ Kreis Günzburg (58,49 Sekunden). Auch im Dreisprung arbeitete sich die Physikstudentin mit 10,80 Metern und Bronze in die Elite. Im 60-Meter-Finale verfehlte sie als Vierte mit 7,99 Sekunden um fünf Hundertstelsekunden den dritten Rang.
Für den TuS Bad Aibling ging Maximilian Berger im 1500-Meter-Rennen der Männer an den Start. Er setzte sich nach dem Start an die Spitze der Konkurrenz und verlor nach der Hälfte der Distanz seine Führung. Im Finish steigerte der 19-Jährige seine Bestzeit um 4,24 Sekunden auf 3:56,78 Minuten und wurde bayerischer Vizemeister hinter dem deutschen Junioren-Meister im Crosslauf, Benedikt Brem von der LG Regensburg mit 3:53,92 Minuten. Der Aiblinger verschenkte allerdings seinen möglichen Titel über 800 Meter wo er diesmal nicht angetreten war.
Weitere Ergebnisse: Männer: 3000 Meter: 9. Michael Eder (PTSV Rosenheim) 8:59,95; Frauen: 4 x 200 Meter: 5. TSV 1860 Rosenheim (Anne Mohnen, Marie Rodemers, Ida Schellenberg, Miriam Kauer) 1:52,15; Weitsprung: 6. Miriam Kauer (TSV 1860 Rosenheim) 5,32; Dreisprung: 5. Anne Mohnen (TSV 1860 Rosenheim) 9,82; Weibliche Jugend U20: 200 Meter: 7. Amelie Reuter (TuS Bad Aibling) 28,16; Weitsprung: 9. Amelie Reuter 4,81; Jugend M15: Hochsprung: 7. Clemens Bleiziffer (TSV Wasserburg) 1,61; Stabhochsprung: 7. Jakob Herzog (TSV Wasserburg) 10,51; 60 Meter: 6. Jakob Herzog 7,90; Jugend W15: Kugelstoßen: 8. Johanna Anglhuber (Wasserburg) 9,94.