Doppelschicht für Kolbermoor

von Redaktion

Tischtennis-Bundesligist empfängt Langstadt und Bingen

Kolbermoor – Kolbermoors Erstliga-Tischtennis-Damen steht an diesem Wochenende außerplanmäßig eine Doppelschicht bevor. Am Sonntag empfangen sie ab 13 Uhr die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. Bereits am Samstag – ebenfalls ab 13 Uhr – steigt das vorverlegte Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Langstadt.

Eigentlich wollten Kolbermoors Damen erst Mitte März gegen den TSV Langstadt spielen. Dass nun bereits am Samstag gespielt wird, liegt daran, dass sich Langstadts Spitzenspielerin Petrissa Solja für das WTT-Smash-Turnier in Singapur qualifiziert hat. Für Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs bleibt es gleich, ob man jetzt oder im März gegen den Ligarivalen aus Hessen antreten muss. „Es ist immer schwer, gegen Langstadt zu spielen – vor allem, wenn der Gegner komplett kommt“, erklärt er. Das Quartett aus dem Ortsteil von Babenhausen stieg in der Spielzeit 2018/19 in Deutschlands Eliteliga auf und steigerte sich von Jahr zu Jahr.

Allerdings spricht die Statistik für Kolbermoors Damen. Bislang stand man sich siebenmal gegenüber, fünf- mal ging das Team um Kristin Lang als Sieger von der Platte. Allerdings kassierte man in dieser Saison in der Vorrunde in der Markwaldhalle eine deutliche 2:6-Niederlage. Ein Grund für diesen Ausrutscher war das erste Paarkreuz der Hessinnen. Mit Petrissa Solja und der Ex-Kolbermoorerin Chantal Mantz hat Langstadt zwei Spielerinnen in ihren Reihen, die im Wesentlichen für den derzeitigen Erfolg als Tabellenzweiter verantwortlich sind. „Gegen Petrissa Solja ist es immer schwer zu spielen“, bestätigt Fuchs. Kristin Lang kann davon ebenfalls ein Lied singen, obwohl sie trotz zuletzt zweier Niederlagen auch das eine oder andere Duell siegreich gestalten konnte.

Langstadts Manager Manfred Kämmerer ist über die momentane Situation zwar sehr erfreut, gibt sich aber dennoch zurückhaltend: „Kolbermoor war in den vergangenen Jahren immer so etwas wie ein Angstgegner. Mit dem Sieg in der Vorrunde hoffen wir aber, dass dieser Fluch nun von uns gegangen ist. Wir sind bislang von Corona verschont geblieben und haben nahezu jedes Spiel mit der Stammformation absolvieren können. Das ist sicherlich auch ein Grund, warum wir in der Tabelle so gut dastehen.“

Beide Teams setzen auf die Eingangsdoppel, die möglicherweise schon eine Vorentscheidung sein könnten. Michael Fuchs möchte so ein Desaster wie in der Vorrunde, als beide Doppel verloren gingen, nicht noch einmal erleben. Deshalb versucht er, die richtigen Formationen zu finden.

Einen Krimi wünscht sich Michael Fuchs am Sonntag hingegen nicht. „Tischtennis ist keine Statistik. Wir sind in diesem Spiel der Favorit. Trotzdem muss erst einmal alles ausgespielt werden. Aber gegen Bingen ist die Zielvorgabe ein Sieg“, macht er deutlich. Auf den ersten Blick deutet alles auf einen klaren Sieg hin. In der Rückrunde mussten die Gäste aus Rheinland-Pfalz bislang auf die verletzte Italienerin Giorgia Piccolin verzichten. Sollte sie wieder zum Einsatz kommen, dann würde die Tschechin Katerina Tomanovska in das hintere Paarkreuz rutschen – und dies könnte für Kolbermoors Damen durchaus zum Stolperstein werden. Ob es am Ende eine Freude ist, dass man mit Anastasia Bondareva wieder einmal eine ehemalige Weggefährtin trifft, bleibt abzuwarten.

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