Rosenheim – Was ist nur mit den Starbulls Rosenheim los? Am 4. Februar nach dem 6:5-Sieg in Höchstadt alleiniger Tabellenführer in der Oberliga Süd, liegt die Truppe von Trainer John Sicinski 14 Tage später nur noch auf Platz drei und hat auf Weiden und Memmingen einen Rückstand von acht beziehungsweise neun Punkten. Memmingen hat zwei Spiele mehr absolviert als die Rosenheimer, Weiden ein Spiel.
„Von Platz eins bis vier ist alles möglich“
„Da ist noch alles möglich. Von Platz eins bis vier ist alles drin. Wir sind von dem überzeugt, was wir tun“, sagt John Sicinski. Trotzdem fragen sich die Rosenheimer Eishockeyfans vor dem heutigen Heimspiel um 19.30 Uhr gegen Füssen und dem Oberbayern-Derby am Sonntag, 18 Uhr, in Riessersee was bei den Starbulls aktuell falsch läuft.
Individuelle
Fehler abstellen
„Natürlich wollen wir mindestens Zweiter werden um eine gute Ausgangsposition für die Play-off-Runde zu haben. Viel wichtiger ist aber, dass wir zum Start der entscheidenden Saisonphase topfit sind. Und darauf arbeiten wir aktuell gezielt hin. Bei uns war fast die gesamte Mannschaft an Corona erkrankt, und weil wir unsere Spieler erst wieder trainieren und auf das Eis lassen, wenn medizinisch alles zu 100 Prozent abgesichert ist, haben manche Spieler 21 Tage lang nicht trainieren dürfen. Da fängt man praktisch wieder ganz von vorne an, was die Athletik betrifft“, so die Begründung der Starbulls-Verantwortlichen, warum es bei Spielen wie zuletzt in Peiting so aussieht, als würde das Team nicht Vollgas geben.
„Natürlich war es in Peiting trotzdem zu wenig, und das müssen wir gegen Füssen und in Garmisch ändern. Ich erwarte einfaches und ehrliches Eishockey von meinen Spieler. Ich weiß aber auch, dass sie momentan einfach nicht ihre volle Leistungsstärke abrufen können.
Das, und die individuellen Fehler, die wir unbedingt abstellen müssen, sind die einzigen Erklärungen für die aktuell schwächeren Leistungen“, erklärte Trainer John Sicinski.
Bei den Starbulls hofft man auch, dass die Rosenheimer Fans, ab sofort dürfen wieder 2500 Zuschauer ins Stadion, dem Team in schwierigen Situationen helfen. Die Unterstützung durch die Zuschauer hat die Starbulls in der Vergangenheit oft genug auf den richtigen Weg geführt. Das große Ziel ist und bleibt der Aufstieg in die DEL 2.
Das haben die Starbulls-Verantwortlichen noch einmal ganz eindeutig gegenüber der OVB-Sportredaktion formuliert. Ziel bleibt aber auch weiter jedes Spiel gewinnen zu wollen, um die Chance auf Platz zwei und eins zu wahren.
Im Heimspiel gegen Füssen ist Torjäger Zack Phillips wieder mit von der Partie. Er musste zuletzt nach einem Check in Landsberg pausieren. Dafür fehlt Brock Trotter, der wegen Problemen in Peiting teilweise schon nicht auf dem Eis stand und während des Spiels behandelt wurde. „Er bekommt eine Pause. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte John Sicinski, der ansonsten wieder auf vier Sturmreihen zurückgreifen kann und mit Brett Schaefer sogar einen überzähligen Stürmer nicht aufbieten kann, weil Max Hofbauer wieder dabei ist.
Im Tor steht gegen Füssen Christopher Kolarz. Wer letztenendlich die Nummer eins für die Play-off-Runde ist, wird sich nach den nächsten Spitzenspielen entscheiden. „Danach werde ich mit meinen beiden Keepern reden und eine Entscheidung fällen“, sagt Sicinski.
Knackiges Programm ab 22. Februar
Das Programm für die Starbulls nach den Wochenendspielen ist knackig. Von Dienstag, 22. Februar, bis 8. März geht es nur noch gegen die Spitzenteams der Liga: 22. Februar, 19.30 Uhr: Starbulls Rosenheim – Blue Devils Weiden; 27. Februar, 18 Uhr: Memmingen – Starbulls; 1. März, 20 Uhr: Regensburg – Starbulls; 4. März, 20 Uhr: Weiden – Starbulls; 6. März, 18 Uhr: Starbulls – Regensburg; 8. März, 20 Uhr: Starbulls – Memmingen.