Punkte für Weber und Mayerbüchler

von Redaktion

Lauf zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft

Togliatti – Eine starke Leistung von Hans Weber und eine erfreuliche Vorstellung von Franz Mayerbüchler am zweiten Tag prägten aus deutscher Sicht das Geschehen beim Lauf zur Eisspeedway-WM in Togliatti. In der Lada-Stadt erreichte der für den MSC Teisendorf fahrende Weber am ersten Tag sogar das Finale der punktbesten vier Fahrer, auch wenn er in diesem letztlich ausschied. Am zweiten Tag wurde er Sechster. Der Inzeller Mayerbüchler wurde am ersten Tag 15. (2 Punkte), am zweiten Tag belegte er den elften Platz (5 Punkte).

„Ich bin grundsätzlich schon zufrieden, schließlich war das ein brutal starkes Feld“, berichtet der Inzeller. Der 28-Jährige trat mit einem Leihmotorrad an: „Mit einem eigenen Mechaniker anzureisen, wäre ein riesiger Aufwand gewesen.“ Zumal er auch lange um sein Visum bangen musste: „Das war sehr, sehr knapp, ich habe da schon Stress machen müssen. Zum Glück konnte ich dann noch rechtzeitig hinfliegen.“ Für die Fahrten mit dem Leihmotorrad „war das schon eine sehr kurze Umstellungszeit. Aber man muss halt das Beste aus der Situation machen.“ Mayerbüchler dagegen steigerte sich am zweiten Tag, wobei er „auch ein bisserl Glück hatte. Aber insgesamt hatte ich mich schon sehr gut auf das Motorrad umgestellt.“

Dass die russischen Fahrer das Geschehen beherrschen würden, war ohnehin klar. Allerdings war es ein neuer Name, der ganz vorne lag. Nikita Bogdanow nämlich setzte sich an beiden Tagen im Finale durch. Doch während er beim Grand Prix 1 in den Vorläufen „nur“ 13 Punkte geholt hatte – genau wie seine Konkurrenten Igor Konjonow, Dimitri Khomisewitsch und Weber – setzte sich Bogdanow am zweiten Tag in allen seinen fünf Vorläufen durch. Damit holte er die maximal möglichen 15 Vorlauf-Punkte. Titelverteidiger Dinar Walejew musste sich am ersten Tag mit zehn Punkten aus den Vorläufen mit Rang sieben begnügen. So verfehlte er das Finale hier ebenso wie im Grand Prix 2, als er es ebenfalls auf zehn Zähler brachte. Den Endlauf gewann wiederum Bogdanow, diesmal vor Dimitri Koltakow, Vizeweltmeister Igor Konjonow und dem WM-Dritten von 2021, Dimitri Khomisewitsch.

Für die WM-Gesamtwertung entscheidend sind in dieser Saison – in der allerdings nur noch das Rennen in Heerenveen (Niederlande) am 2./3. April auf dem Programm steht – ausschließlich die Punkte für die Tagesplatzierungen.

Weber konnte so oder so zufrieden sein: Besonders beeindruckend war sein vierter Platz im Grand Prix 1, weil er ja im Feld mit zahlreichen russischen Fahrern in den Vorläufen einige von ihnen hinter sich lassen konnte. „Das war schon stark“, zeigt sich auch Mayerbüchler angetan. Insgesamt sei „das Eis wie erwartet relativ hart gewesen, aber es gab keine großen Löcher.“who

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