Rosenheim – Für die SBR-Hockeydamen standen schwierige Heim-Partien gegen die beiden um den Aufstieg spielenden Tabellenführer an. Im ersten Spiel gegen den Tabellenzweiten HG Nürnberg konnten die Gastgeberinnen ein 2:2 rausholen, am zweiten Tag musste man sich gegen dem Tabellenführer Nürnberger HTC klar mit 0:7 geschlagen geben.
In der ersten Partie zeigten die Rosenheimerinnen eine konzentrierte und engagierte Leistung. Die Gäste aus Nürnberg hatten in der ersten Halbzeit zwar mehr vom Spiel, konnten ihre Chancen aber nicht verwandeln und scheiterten mehrfach an den tollen Paraden von Christina Appl im Rosenheimer Tor.
In der zweiten Hälfte konnte Rosenheim die Führung der HGN nicht mehr verhindern – zwei Strafecken wurden zu zwei Toren und einer Nürnberger 2:0-Führung verwandelt. Als nur noch zehn Minuten zu spielen waren, musste der Gegner aufgrund einer Grünen Karte kurzzeitig mit einer Spielerin weniger verteidigen. Der SBR nutzte diese Gelegenheit für ein starkes Pressing, aus dem heraus Christina Brunner der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. In den letzten Spielminuten drückten die Rosenheimerinnen auf den Ausgleich und erhielten 30 Sekunden vor der Schlusssirene mit einer Strafecke die Gelegenheit dazu. Nachdem die Ecke aufgrund von Regelverstößen des Gegners zum dritten Mal wiederholt wurde, setzte Sarah Göpfert den Ball ins rechte Kreuzeck zum 2:2-Endstand.
Erledigt vom Vortag und zufrieden über den einen unerwarteten Punkt, startete der SBR am nächsten Tag unkonzentriert in die Partie gegen den Tabellenführer. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Gastgeberinnen mit 0:3 zurück. Bis zur Halbzeit fanden die Rosenheimerinnen besser in ihr Spiel, der Anschlusstreffer blieb aber verwehrt: Zwei Strafecken wurden vom NHTC noch auf der Linie gerettet, ein Siebenmeter landetet nur am Pfosten und nicht im Tor.
In der zweiten Hälfte gaben die Rosenheimerinnen kämpferisch zwar alles, kamen aus dem eigenen Aufbau aber kaum gefährlich in den gegnerischen Kreis. Im Gegenzug gingen die Nürnbergerinnen, die für ihre gnadenlos effektive Chancenverwertung bekannt sind, durch schnelle Konter 7:0 in Führung. Die Schlussstrafecke, die sich Rosenheim in den letzten Sekunden der Partie noch erspielte, wurde über das Tor gesetzt. Die Punkte gingen somit, wenn auch nicht unbe-dingt in der Höhe, verdient nach Nürnberg.
Am kommenden Wochenende haben die SBR-Damen den Klassenerhalt in der eigenen Hand: Mit einem Sieg gegen SAFO Frankfurt können sich die Rosenheimerinnen vor dem Tabellensechsten TuS Obermenzing so weit absetzen, dass sie am letzten Doppelwochenende nicht mehr einzuholen sind. Die letzte Partie der SBR-Herren wurde vom Verband abgesagt, weil der Klassenerhalt des SBR und der Abstieg des HC Schweinfurt feststanden. re