Inzell – Im amerikanischen Lake Placid finden von Mittwoch, 2. März, an die Weltmeisterschaft der Studenten im Eisschnelllauf statt. Mit dabei ist auch Josephine Heimerl vom DEC Inzell. Die 21-Jährige freut sich darüber, am Saisonende noch einmal einen internationalen Wettkampf bestreiten zu dürfen. Schließlich lief in dieser Saison nicht alles perfekt für die in Schleching wohnende Sportlerin. Sie musste kurz vor der Saison feststellen, dass mit ihrem Körper etwas nicht stimmte. „Ich bin nicht mehr auf die Füße gekommen und körperlich nicht mehr in der Lage gewesen, Leistungssport zu machen“, erinnert sie sich.
Auf ärztlichen Rat zog sie sich daher für ein paar Wochen aus dem Spitzensport zurück. Mühsam kämpfte sie sich nach dem Jahreswechsel wieder ran und merkte, dass es immer mehr aufwärts ging. Zum Finale des Juniorenweltcups im Februar in Innsbruck erntete sie dann den Lohn für ihren harten Weg zurück. Mit Gold, Silber und Bronze belohnte sie sich in der Gruppe der Neo-Senioren. „Ich habe mich Stück für Stück hineingetastet und gemerkt, dass es langsam wieder wird.“ Am Ende war es die Goldmedaille im Teamsprint zusammen mit ihrer Vereinskollegin Anna Ostlender, der zweite Platz über die 1500 Meter und Bronze in der Verfolgung. „Vor allem die Medaille im Team war was Besonderes für mich, da habe ich mich sehr darüber gefreut“, sagt sie rückblickend.
Eigentlich hatte sie vor der Saison ein wenig darauf spekuliert, das Ticket zu den Olympischen Spielen in Peking zu ergattern. „Nachdem ich gut durch den Sommer gekommen bin, war das für mich schon ein Thema. Da ich aber die Weltcups in Nordamerika nicht bestreiten konnte, hatte ich keine Möglichkeit, mich zu qualifizieren“, meint sie etwas enttäuscht. Nun will sie alles daran setzen, in vier Jahren bei den Spielen in Mailand dabei zu sein. „Das ist mein großes Ziel, dafür muss ich mich Jahr für Jahr stetig verbessern“, weiß die 21-Jährige. Helfen soll ihr dabei ihr Trainer Andreas Kraus. Er ist verantwortlicher Stützpunkttrainer in Inzell und hat die vergangenen Jahre für einen richtigen Aufschwung im heimischen Nachwuchsbereich gesorgt. „Die Perspektiven für mich sind sehr gut“, sagt Josi, die mittlerweile eine sogenannte Behördensportlerin bei der Bundeswehr ist. Dank deren Unterstützung kann sie den Leistungssport finanziell unabhängig bestreiten. Die Lieblingsstrecken der Inzellerin sind die 1000 und 1500 Meter, da kann sie neben ihren Sprintfähigkeiten auch ihre Technik ausspielen. „Die 3000 sind mir etwas zu lang“, meint sie auf die dementsprechende Frage schmunzelnd.shu