Berlin/Las Vegas – Die Raublinger Bogenschützen haben bei den deutschen Meisterschaften in Berlin erneut Top-Leistungen abgeliefert, Kilian Mayer gewann sogar die Goldmedaille. Kurz davor hatte sich Katharina Bauer mit Silber in Las Vegas einen großen Traum in ihrer Schießkarriere erfüllt.
Gleich fünf Nachwuchsschützen der BSG Raubling haben sich für die deutschen Meisterschaften im Bogensport in Berlin qualifiziert. Damit sind die Inntaler aktuell der stärkste Nachwuchsverein Bayerns innerhalb des Deutschen Sportschützenbundes.
Als einer der Medaillenfavoriten ging Kilian Mayer in der Schülerklasse A an den Start. Das Teilnehmerfeld lag über den gesamten Wettbewerb sehr dicht beieinander. Nach den ersten 30 Pfeilen lag Mayer noch mit 282 Ringen auf Platz drei. Im zweiten Durchgang schaffte er mit 285 Ringen letztendlich den Sprung ganz nach oben. Im Endergebnis hatte er somit 567 Ringe erreicht und sich damit mit vier Ringen Vorsprung die Goldmedaille gesichert.
Ebenfalls eine tolle Leistung hat Nils Basel in der gleichen Klasse abgeliefert. Mit 280 Ringen im ersten Durchgang konnte er sich gleich hinter Kilian Mayer auf dem vierten Platz einreihen. Im zweiten Durchgang konnte er mit 273 Ringen nicht ganz die Leistung halten und belegte am Ende mit 553 Ringen den achten Platz auf seiner ersten deutschen Meisterschaft.
In der Jugendklasse weiblich starteten auch gleich zwei Raublingerinnen. Regina Kellerer hatte sich nach ihrer Silbermedaille in der vergangenen Freiluftsaison einiges vorgenommen. Sie kämpfte mit der Spitzengruppe um erneutes Edelmetall, mit 266 und 268 Ringe reichte es aber nicht für einen Medaillenplatz. Sie lag mit insgesamt 534 Ringen ringgleich mit dem sechsten Platz auf dem siebten Platz.
Ihre Vereinskameradin Marlene Eß hatte sich mit ihrem Ergebnis der Landesmeisterschaft nur knapp für die Teilnahme an ihrer ersten deutschen Meisterschaft qualifiziert. Sie konnte mit 259 und 256 Ringen eine beständige Leistung abrufen und sich damit im Mittelfeld auf Platz 13 platzieren.
Nicht ganz so optimal verlief es bei Balbina Kellerer in der Juniorenklasse. Mit insgesamt 444 Ringen blieb sie deutlich hinter ihren Erwartungen und ihrem Leistungsniveau. Sie belegte damit den zehnten Rang. In der letzten Freiluftsaison konnte sie in der Jugendklasse noch die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen.
Wegen terminlicher Überschneidungen konnte Katharina Bauer in der Damenklasse nicht in Berlin an den Start gehen. Kurze Zeit vor der deutschen Meisterschaft war sie noch mit ihren Nationalkaderkollegen in Las Vegas auf dem weltgrößten Indoor-Turnier der Welt am Start. Mit 292, 292 und 293 Ringen konnte sie sich nach drei Durchgängen die Silbermedaille sichern. Mit 877 Ringen fehlten ihr am Schluss nur vier Ringe auf die Gewinnerin Casey Kaufhold (USA). Mit einer Medaille bei diesem Event konnte sich Bauer einen Traum in ihrer Sportkarriere verwirklichen.
Zeitgleich wurde in Las Vegas auch das Weltcup-Finale ausgetragen. Hier konnte sich Bauer gegen ihre Kontrahentinnen im Achtel- und Viertelfinale klar durchsetzen. Im Halbfinale konnte sie gegen Casey Kaufhold nicht mehr bestehen. Im Kampf um die Bronzemedaille musste sie sich dann mit 3:7 gegen die Kolumbianerin Ana Maria Rendon geschlagen geben.
Aktuell ist sie bereits in den Vorbereitungen für die Freiluftsaison. Zusammen mit dem Nationalkader trainiert sie in Antalya/Türkei unter anderem für die bevorstehende Europameisterschaft im Juni 2022 in München.