Königs Wusterhausen – Die deutsche Meisterschaft im Rock-’n’-Roll-Paartanz hat in Königs Wusterhausen stattgefunden. Mit dabei waren sechs Paare des Rock-’n’-Roll Clubs Rosenheim, der somit die zweitgrößte Mannschaft Deutschlands stellte. Die Rosenheimer waren viermal im Finale vertreten, gingen bei der Medaillenvergabe jedoch leer aus.
Dieses Mal trat der RRC Rosenheim die Reise nach Brandenburg mit zwei neuen Tanzpaaren an. Die Euphorie und Vorfreude auf den Wettkampf wurden zwar bei Ankunft in Königs Wusterhausen durch die knapp 30 Grad Temperatur in der Paul-Dinter-Halle etwas gedrückt, dies brachte die Rosenheimer Sportler aber nicht aus der Fassung.
Die letztjährigen Bronzemedaillen-Gewinner Franziska Schmidt und Jan Wimmer durften für den Club das Turniergeschehen in der B-Klasse eröffnen. Unbeeindruckt von der zahlenmäßig größten Konkurrenz des Tages legten die beiden eine starke Vorrunde aufs Parkett und zogen als Zweitplatzierte in die Zwischenrunde ein. Dort lief es nicht ganz so reibungsfrei, sie schafften es aber letztlich doch in das Finale. Hier präsentierten sie ihre neu einstudierte Fußtechnik-Kür und setzten sich im Zwischenranking auf Platz eins. In der letzten Runde der B-Klasse betrat das Duo selbstbewusst die Fläche, um das bis dato führende Tanzpaar aus Dresden vom Thron zu stoßen. Das Rosenheimer Paar konnte trotz langer Erfahrung und guter Vorbereitung dem Druck aber nicht standhalten und patzte bei seiner Akrobatikkür. Ein Sturz bei der zweiten Akrobatik machte alle Hoffnungen auf eine weitere Medaille zunichte und ließ die beiden mit einem achten Platz zurück.
Auch in der Juniorenklasse war der Rock-’n’-Roll-Club Rosenheim vertreten. Mit Kira Steffen/Marinus Imsel, Lilly Schmid/Victor Kühnhackl und Leni Wiederer/Mark Sasvari traten gleich drei Paare den Kampf um den deutschen Meistertitel 2022 an. Die beiden Debütanten Schmid/Kühnhackl zeigten, begeistert vom Flair einer deutschen Meisterschaft, eine starke erste Hälfte ihrer Kür, mussten sich aber aufgrund eines Patzers in der zweiten Hälfte mit Platz neun zufriedengeben. Steffen/Imsel steigerten sich in ihrer Endwertung deutlich im Vergleich zu ihrem letzten Einsatz und landeten am Ende auf dem achten Rang. Das dritte Junioren-Paar des RRCR, Wiederer/Sasvari, sicherte sich in der Vorrunde ein Finalticket und konnte dort noch eine ordentliche Schippe drauflegen. Mit einer tänzerisch spritzigen Kür und sauberen Akrobatiken landeten sie am Ende auf dem fünften Rang.
In der Königsklasse des Rock’n’Roll, der A-Klasse, hatte der RRC Rosenheim erstmals seit fast fünf Jahren wieder zwei Paare am Start. In der Fußtechnik-Runde zeigten beide Paare ihr tänzerisches Können und gingen mit Platz drei und vier auf Medaillenkurs. In der Akrobatikrunde konnten die Rosenheimer Franziska Peßler und Tobias Öttl nicht an ihre guten Leistungen aus den Vorbereitungen anknüpfen und landeten aufgrund einiger Unsauberkeiten in ihrer Kür auf Rang sechs. Auch das zweite Rosenheimer Paar, Christina Lampeter und Christian Gartmeier, zeigte keine saubere Kür und schrammte haarscharf mit nur 0,01 Punkten am Treppchen vorbei und belegte Platz vier. Der Titel ging zum fünften Mal in Folge an die frisch gebackenen Europameister Michelle Uhl und Tobias Bludau aus Speyer. Mit einem akrobatischen Feuerwerk beendeten sie die deutsche Meisterschaft 2022 und setzten sich mit fast 30 Punkten Abstand vor die zweitplatzierten Chiara und Christopher Pütz aus Wehen. Uhl/Bludau gaben im Anschluss an ihre letzte deutsche Meisterschaft das Ende ihrer Karriere nach der Weltmeisterschaft 2022 in Lyon bekannt.re