Düsseldorf – Eine weitere bittere Niederlage mit viel Tiebreak-Pech mussten die Rosenheimer Tennisherren am Freitag gegen den Rochusclub Düsseldorf hinnehmen. Mit der neuen Nummer 1 Nikoloz Basilashvili und einer soliden Mannschaft war man nach NRW gereist und wollte mindestens ein Unentschieden mit nach Hause nehmen um in der Tabelle nach oben zu klettern. Das ging nicht auf, nach drei verlorenen Match-Tiebreaks in den Einzeln gab es am Ende die Höchststrafe mit 0:6. Damit steigt der Druck auf das erste Heimspiel am Sonntag gegen Aachen. Da muss mit der Unterstützung der einheimischen Tennisfans ein Sieg her.
Es starteten die Positionen 1 und 3, im Spitzenmatch hatte es Basilashvili mit dem spanischen Sandplatzspezialisten Jaume Munar zu tun, der oft mit Rafael Nadal trainiert. Ging der erste Satz zwar noch mit 6:4 nach Rosenheim, drehte der Spanier dann immer mehr auf, machte keinen Fehler mehr und sicherte sich das Match mit 6:1 und 10:2 im Match-Tiebreak.
Ähnlich verlief das Spiel an Position 3. Der Österreicher Sebastian Ofner für Rosenheim spielte gegen den Ex-Rosenheimer Daniel Galan und gewann den ersten Satz ebenfalls mit 6:4. Dann wurde der Kolumbianer immer besser und gewann das Match denkbar knapp mit 6:3 und 10:7.
Mit 0:2 und zwei verlorenen entscheidenden Tiebreaks hatten die 60er damit keinen guten Start erwischt. In der zweiten Runde sollte es nicht besser werden. Manuel Guinard hatte es an Position 2 mit dem spanischen Veteran Pablo Andujar zu tun, der genau wie Munar feinstes Sandplatztennis zeigte. Der Franzose erwischte keinen guten Tag und war beim 4:6/1:6 eher chancenlos.
An Position 4 feierte sein Landsmann Alexandre Muller sein Debüt für Rosenheim gegen den Slowaken Filip Horansky. Allerdings fehlte es auch in dieser Partie das Glück für die Gastmannschaft. Im dritten und engsten Match-Tiebreak des Tages gewann der Düsseldorfer mit 5:7/7:6/ 11:9.
Mit dem 0:4-Zwischenstand war somit die Partie bereits entschieden und die Doppel reine Formsache. Auch dort gab es keinen Ehrenpunkt für 1860,. Die französische Paarung Guinard/Muller verlor 3:6/5:7 und die Österreicher Ofner/Jastraunig mit 2:6 /5:7.
Nach diesem suboptimalen Saisonstart gilt es am Sonntag beim Heimspiel gegen Aachen die Wende zu schaffen. Aachen hat bis jetzt zwei Unentschieden und man könnte mit einem Sieg die Lücke schließen. Hier sind neben den Spielern, Basilashvili wird beispielsweise wieder dabei sein, auch die heimischen Zuschauer gefragt. Gerade bei den engen Tiebreaks gibt es einfach den Heimvorteil, der entscheidend sein kann.
Los geht es am Sonntag um 11 Uhr an der Pürstlingstraße, für die ersten 150 Zuschauer gibt es Weißwurst und Breze gratis.