Pocking – Beim 43. Offenen Europa-Cup im Weitenwettbewerb beim FC Indling in Pfaffing bei Pocking konnte die deutsche Nationalmannschaft wieder, wie zuletzt 2021 im niederösterreichischen Winklarn, zwei Titel einfahren. Während die Damen allerdings ohne Cup-Triumph blieben und auch Mannschaftsgold an Österreich abgeben mussten, beerbte Welt- und Europameister Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) seinen Teamkameraden Peter Rottmoser (SV Schechen) und knöpfte zusammen mit Michael Späth (FC Altrandsberg) den rot-weiß-roten Erzrivalen auch den Mannschaftstitel ab.
Lisa-Marie Stampfl ist seit einigen Monaten das internationale Maß der Dinge bei den Damen. Die großgewachsene Weltmeisterin aus Österreich verteidigte den Europa-Cup bei einer Best-weite von 92,21 mit über fünf Metern Vorsprung vor den beiden Deutschen Elisabeth Reiter (87,12) vom TSV Hartpenning und Annalena Leitner (86,94) vom SV Unterneukirchen. Die Silbermedaille Reiters kam ziemlich überraschend, da sie bei der Vorrunde nur Rang elf belegte. Einen rabenschwarzen Wettbewerb erlebte im Zwölfer-Finale der jeweils vier besten Nationenvertreter aus Italien, Österreich und Deutschland Birgit Wagner vom ESV Mitterskirchen. Die Rottalerin wurde mit 72,24 Metern nur Elfte. Sabrina Englbrecht vom SSC Pfeffenhausen belegte mit 86,32 den fünften Platz. Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld) und Barbara Reschberger (EC Lampoding) verpassten das Finale mit den Rängen zwölf und 14.
Auch die Nationenwertung ging nach Österreich (261,67). Für deutsches Silber sorgten Leitner, Englbrecht und Wagner mit gesamt 255,58 vor Italien (237,76).
Mit einem noch größeren Vorsprung holte sich Welt- und Europameister Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen den Titel bei den Herren. Der kürzlich als Strongman debütierende Modellathlet schaffte bereits mit seiner Auftaktweite von 116,70 Metern klare Verhältnisse und triumphierte mit fast acht Metern vor Cup-Verteidiger Peter Rottmoser (108,86/SV Schechen) und dem Österreicher Peter Neubauer (107,76). Nur 21 Zentimeter fehlten Michael Späth (107,55/FC Altrandsberg) zu Bronze. Da sich neben Italien, Österreich und Deutschland auch noch Litauen am Herren-EC beteiligte, kamen pro Land nur drei der insgesamt sechs Starter ins Finale. Dadurch verpassten Alexander Anzinger (EC Ebing) und Max Vaitl (EC Außernzell) trotz starker Vorrundenauftritte mit den Plätzen fünf und sechs das Weiterkommen. Nicht so gut lief es für Daniel Ulreich (SV Geisenried), der Vorrundenzehnter wurde.
Bei der für die Nationenwertung geltenden Vorrunde hatten Schätzl, Rottmoser und Späth sogar die ersten drei Plätze vor Neubauer belegt. Dadurch gewann Deutschland die Teamwertung mit gesamt 293,71 Metern hoch überlegen vor Österreich (276,25), Italien (240,55) und Litauen (207,69).
Damen: 1. Lisa-Marie Stampfl (Österreich) 92,21; 2. Elisabeth Reiter (TSV Hartpenning) 87,12; 3. Annalena Leitner (SV Unterneukirchen) 86,94; 4. Petra Winkler (Österreich) 86,51; 5. Sabrina Englbrecht (SSC Pfeffenhausen) 86,32; 6. Melanie Kleinberger (Österreich) 84,29; 7. Sonja Mulser (Italien) 82,72; 8. Sophia Albenberger (Italien) 82,52. – Nationenwertung: 1. Österreich 261,67; 2. Deutschland 255,58; 3. Italien 237,76.
Herren: 1. Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) 116,70; 2. Peter Rottmoser (SV Schechen) 108,85; 3. Peter Neubauer (Österreich) 107,76; 4. Michael Späth (FC Altrandsberg) 107,55; 5. Markus Bischof (Österreich) 105,76; 6. Damian Denicolo (Italien) 105,25; 7. Manuel Reischl (Österreich) 101,77; 8. Norbert Lang (Italien) 93,70. – Nationenwertung: 1. Deutschland 293,71; 2. Österreich 276,25; 3. Italien 240,55; 4. Litauen 207,96.