Sieg als Balsam für die Seele?

von Redaktion

1860 Rosenheim reist heute zum SV Kirchanschöring

Rosenheim – Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt dem TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Bayernliga Süd nicht. Nur vier Tage nach der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Landsberg reist die Mannschaft von Trainer Florian Heller am heutigen Dienstag nach Kirchanschöring, Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Wenn man in der bisherigen Saison der Sechziger einen Lichtblick finden will, dann, dass man mit Bojan Tanev einen der Top-Torjäger der Liga in seinen Reihen hat. Ausblenden muss man als Anhänger des TSV dabei nur, dass die vier Tore von Tanev bisher auch die einzigen Treffer in den bisherigen fünf Ligaspielen waren. Das Problem lag in den letzten Ligapartien aber nicht daran, dass die Rosenheimer sich keine Torchancen herausspielten, sondern eher daran, dass die Chancenverwertung alles andere als gut war. Passend zur schlechten Offensive stellen die Rosenheimer dazu auch noch die schlechteste Defensive der Liga. Zwölfmal musste 1860-Torwart David Daroczi bereits hinter sich greifen, einzig beim 1:0-Auftaktsieg gegen Gundelfingen stand hinten die Null.

Das letzte Ligaspiel des TSV 1860 gegen den SV Kirchanschöring fand in der Saison 2015/16 ebenfalls in der Bayernliga statt. Damals siegten die Sechziger im Hinspiel mit 4:2 und holten beim 0:0 im Rückspiel einen Punkt – und stiegen am Ende der Saison in die Regionalliga auf. Vom Aufstieg redet in Rosenheim momentan niemand, langsam muss man sich im Lager des TSV aber Sorgen machen, dass nicht am Ende der Saison wieder das Abstiegsgespenst im Rosenheimer Jahnstadion spukt. Nach fünf Spieltagen belegt die Heller-Elf mit lediglich drei Punkten den vorletzten Platz, einen Abstiegs-Relegationsplatz. Nur Türkspor Augsburg ist mit nur einem Punkt schlechter in die Saison gestartet.

Der SV Kirchanschöring steht mit acht Punkten auf dem achten Tabellenplatz und geht nach drei Spielen ohne Niederlage in Folge mit einer breiten Brust in die Partie. Der SVK war bisher auch der einzige Verein, der dem Aufstiegsfavoriten und momentanen Tabellenführer aus Deisenhofen einen Punkt geklaut hat (2:2 am vierten Spieltag). Acht Tore stehen bisher auf dem Konto der Kirchanschöringer, anders als beim TSV haben aber bereits sechs verschiedene Spieler die Kugel versenkt.

Ein Argument, das für die Rosenheimer sprechen könnte, ist die Undiszipliniertheit der Gastgeber. Mit 20 Gelben, einer Gelb-Roten und einer Roten Karte aus fünf Spielen steht der SVK mit Abstand auf dem letzten Platz der Fairness-Tabelle.

Bereits ein Punkt heute wäre Balsam für die geschundene 1860-Seele. Seit dem ersten Spieltag warten Florian Heller und Co. inzwischen auf etwas Zählbares. Klar ist aber auch, wenn weiterhin nur ein Spieler beim TSV für Torgefahr sorgt und hinten nicht die Null steht, könnte das Warten auf Punkte noch weiter andauern.

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