Andreas Wimmer beschenkt sich selbst

von Redaktion

Schütze von der FSG Prien holt zwei Medaillen bei der Vorderlader-Weltmeisterschaft

Pforzheim – Die deutschen Schützen und allen voran Andreas Wimmer (FSG Prien) haben bei der Vorderlader-Weltmeisterschaft in Pforzheim für einen starken Auftakt gesorgt: Wimmer gewann den WM-Titel in der Disziplin Kuchenreuther Replica, zudem mit den Teamkollegen Joachim Haller und Matthias Plöscher Gold in der Disziplin Forsyth. Für das dritte DSB-Edelmetall am Auftakttag sorgten Matthias Dreisbach, Martin Kloke und Wilfried Kretschmer in der Teamwertung Boutet.

Dreimal hatte Wimmer bei deutschen Meisterschaften schon Platz zwei belegt, doch bei seinem ersten WM-Start haute der Pistolenschütze richtig einen raus: Mit 98 Ringen war er in der Disziplin Kuchenreuther Replica ringgleich mit dem fünffachen Olympiateilnehmer Joao Costa (Portugal), doch seine schwächere Neun war um 6,5 Millimeter näher am Zentrum als die seines Konkurrenten. Dementsprechend zufrieden zeigte er sich mit seinem Wettkampf: „Ich habe noch nie so befreit geschossen wie heute. Aber der Wettkampf war hart, weil es einen ständigen Wechsel mit Schatten und Sonnenschein gab, ein Wettkampf ohne Achter. Ich hatte den Vorteil, dass ich am Vormittag schon Vetterli geschossen hatte. Ich wusste, die Pistole kann es, ich kann es – jetzt musste ich die beiden Sachen nur noch zusammenbringen.“

Das gelang nicht nur im Einzelwettbewerb, sondern auch im Team in der Disziplin Forsyth an der Seite von Matthias Plöscher und Joachim Haller. Mit sieben Ringen Vorsprung distanzierte das DSB-Trio die Konkurrenz klar. Bei der Siegerehrung gab Wimmer einen Einblick in seine Gefühlslage: „ Ich hatte vor zwei Tagen meinen 40. Geburtstag und das ist das geilste Geschenk, was man sich vorstellen kann. Es ist mein erstes Jahr in der Nationalmannschaft, mein erster Tag bei der WM und meine ersten zwei Medaillen. Man trainiert zehn Jahre darauf hin, und es ist schön, wenn es dann funktioniert. Und wenn die Hymne gesungen wird, und man macht es nicht alleine, dann ist es umso bewegender.“

Die dritte deutsche Medaille des Tages steuerten ebenfalls die Pistolenschützen bei: Matthias Dreisbach, Martin Kloke und Wilfried Kretschmer mussten sich in der Teamwertung Boutet nur den Mannschaften aus Österreich und der Schweiz geschlagen geben.

Wie eng es beim Vorderladerschießen bisweilen zugeht, diese Erfahrung mussten Andreas Wimmer und Kiara Baumhakl machen. In der Disziplin Vetterli Original brachten sie 97 Ringe auf die Scheibe und somit exakt so viel wie der Zweit- und Drittplatzierte. Doch vier Millimeter fehlten Wimmer (4. Platz) und 5,9 Millimeter fehlten dem Baumhakl (6. Platz), um die Bronzemedaille zu ergattern.re

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