Fokus nach vorne richten

von Redaktion

Spiel eins nach dem Trainerwechsel für 1860 Rosenheim

Rosenheim – Spiel eins nach dem Trainerwechsel für den Fußball-Bayernligisten TSV 1860 Rosenheim: Unter der Leitung des bisherigen Co-Trainers Michael Wallner empfangen die Sechziger am Samstag um 14 Uhr den TSV Nördlingen im Jahnstadion. Für die Gastgeber geht es darum, nach sieben Punktspielniederlagen am Stück die Wende einzuleiten.

Aber wie soll das funktionieren? Schließlich ist das Personal nicht anders und der neue Chefanweiser – noch ist offen, wie viele Spiele Wallner anleiten darf – wird deshalb auch nicht viel ändern können. „So ein Trainerwechsel geht an der Mannschaft nicht spurlos vorüber. Wir haben versucht, den Fokus schnell auf das nächste Spiel zu legen“, sagt Michael Wallner, der jüngere Bruder des Sechziger-Kapitäns Christoph, der als Abwehrorganisator dafür sorgen muss, dass die Defensive wieder sattelfester wird. Die Rosenheimer haben nämlich in den acht Spielen schon 17 Gegentreffer kassiert – und mit zwei Gegentoren pro Spiel kann man auch in der Bayernliga nicht viel gewinnen.

Zumal es ja auch in der Offensive der Sechziger gewaltig hapert. Mickrige fünf Tore sind es bislang – und es droht der Ausfall des bislang besten und fast einzigen Torschützen Bojan Tanev. Sollte er nicht mitwirken können, dann sind Michele Cosentino oder Sebastian Löser die Alternativen für die vorderste Linie. „Die können das mit ihrer Schnelligkeit“, sagt Wallner.

Er hat im Training darauf geachtet, dass sein Team im vorderen Spieldrittel unkomplizierter agiert. „Wir müssen viel mehr den Abschluss suchen“, fordert er. Mutiger agieren, aus allen Lagen auf die Kiste knallen und bereit für Abpraller sein – Mut und Aktivitäten sind gute Möglichkeiten, um sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen. Zumal auch Nördlingen bislang schon 17 Gegentreffer kassiert hat. „Da ist was möglich“, hat Wallner erkannt, obgleich er den Mannen aus dem Ries eine „sehr kompakte und disziplinierte Spielweise“ bescheinigt. Zuletzt setzte es für Nördlingen aber sechs Gegentore im Spiel gegen Schwaben Augsburg – allerdings kassierte man da bereits in der zweiten Minute eine rote Karte. Sünder Nico Schmidt ist im Jahnstadion zum Zuschauen verurteilt, auch Kapitän Felix Käser (Kreuzbandriss) fehlt dem amtierenden Meister der Landesliga Südwest, der aktuell neun Punkte auf dem Konto hat. Allerdings ist Nördlingen auch schon seit drei Spielen ohne Punkt. „Die wissen auch, worum es geht“, weiß Wallner.

Er hat seiner Mannschaft in dieser Trainingswoche klargemacht, dass im Heimspiel nur ein Sieg zählt. „Uns hilft kein Unentschieden. Wir wollen die Lücke schließen und brauchen deshalb drei Punkte.“ Abgesehen vom Fragezeichen hinter Tanev ist sein Personal unverändert. Immerhin sind Kai Polotzek und Andrew Addo nach Verletzungspausen wieder zurück im Kader, aber noch keine Startelf-Kandidaten. „Wir können nicht groß umstellen“, sind Wallner – wie seinem Vorgänger Florian Heller – die Hände gebunden.

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