Fürst überrascht mit Top-Ten-Platz

von Redaktion

Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften der Jugend in Halle

Halle – Die regionalen Leichtathletinnen haben bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften der Jugend U18 und U16 in Halle mit zwei Mittelfeldplatzierungen überzeugt.

Für eine Überraschung sorgte Ronja Fürst vom TSV Bad Endorf im Siebenkampf der weiblichen Jugend U18. In dieser Saison lief es für Fürst vor allem im Sprint und Weitsprung nicht so gut wie erwartet, doch im Siebenkampf wurde die 17-Jährige heuer bereits südbayerische Meisterin und gewann Bronze bei den bayerischen Titelkämpfen. Mit 4496 Punkten lag sie vorab auf dem aussichtslosen 26. Rang im Felde der 27 Qualifikantinnen, doch ihr Trainer Rolf Jacob hatte die Athletin gut auf ihre erste ganz große Herausforderung auf nationaler Ebene vorbereitet. Bereits am ersten Wettkampftag überraschte sie mit einer neuen persönlichen Bestzeit über 100 Meter Hürden mit 14,82 Sekunden und verbesserte sich damit um vier Zehntelsekunden. Auch im Kugelstoßen war sie besser als je zuvor: Mit 9,89 Metern steigerte sie sich um 15 Zentimeter. Hinzu kamen noch 12,87 Sekunden im 100-Meter-Lauf und 1,45 Meter im Hochsprung. Am zweiten Wettkampftag hangelte sie sich dann förmlich von Disziplin zu Disziplin immer weiter in die Spitze vor: Mit 5,54 Metern im Weitsprung arbeitete sie sich zu einem neuen persönlichen Rekord. Im Speerwurf steigerte sie ihren Hausrekord ebenfalls um 4,34 Meter auf 34,85 Meter. Beim abschließenden 800-Meter-Rennen unterstrich sie nochmals ihre kämpferischen Qualitäten und lief nach 2:27,88 Minuten ins Ziel. Damit war am Ende die Freude groß, denn sie feierte als DM-Zehnte eine gelungene Überraschung. Mit 4747 Punkten schraubte sie ihren Siebenkampf-Rekord um 251 Zähler nach oben. Deutsche Meisterin wurde Pia Meßing vom TV Gladbeck mit 5810 Punkten, vor Emma Kaul vom USC Mainz mit 5456 Zählern und Hilke Thamke vom SC Neubrandenburg (5352 Punkte).

Auch für Johanna Anglhuber vom TSV Wasserburg lief es rundum sehr gut: Die Dritte der südbayerischen Titelkämpfe erfüllte ebenfalls die DM-Norm und lag auf dem 14. Rang in der Qualifikationsliste im Siebenkampf der Jugend W14. Noch vor knapp zwei Wochen absolvierte sie einen letzten erfolgreichen Test bei einem Mehrkampf-Meeting in Düsseldorf. Dort sicherte sie sich im Felde der 37 Teilnehmerinnen den Sieg im Vierkampf der Jugend W14 mit ihrem neuen persönlichen Rekord von 2027 Punkten. Nach 13,99 Sekunden über 80 Meter Hürden, 4,65 Metern im Weitsprung, 1,48 Metern im Hochsprung und 11,90 Metern im Kugelstoßen gewann sie klar vor Yara Zimmermann vom LT DSHS Köln mit 1930 Zählern. In Halle lieferte sie ebenfalls einen starken Wettkampf ab: Mit 3457 Punkten erzielte sie eine neue persönliche Bestmarke und verbesserte sich damit um 35 Zähler. In der Endabrechnung reservierte sich die 14-Jährige damit den elften Platz als drittbeste bayerische Athletin. Vorangegangen waren bei der Wasserburger Athletin persönliche Rekorde im Speerwurf mit 31,52 Metern sowie im 800-Meter-Lauf mit 2:50,47 Minuten. Hinzu kamen 13,90 Sekunden über 80 Meter Hürden, 4,63 Meter im Weitsprung, 11,39 Meter im Kugelstoßen, 1,52 Meter im Hochsprung und 13,60 Sekunden im 100-Meter-Sprint. Deutsche Meisterin wurde Sina Raczek vom oberbayerischen TV Emmering bei Fürstenfeldbruck mit 3681 Punkten, vor Chiara Wildner von der LG Sempt/SV Anzing mit 3567 Zählern und Lia Steinfuhrt von der LG Niederbarnim (3545 Punkte).

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