Viernheim – Was für ein überaus spannendes Rennen! Der Überseer Profi-Triathlet Julian Erhardt musste beim Sprint in Viernheim über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen alles geben, um am Ende als Sieger am Podest zu stehen. Gerade einmal vier Sekunden war Erhardt in Hessen am Ende schneller als der Zweitplatzierte Boris Stein. Damit krönte Erhardt, der schon vor dem Wettkampf in Viernheim als Gesamtsieger des Rhein-Neckar-Cups feststand, seine starke Saison in dieser fünfteiligen Serie.
„Das war jetzt noch das i-Tüpfelchen“, freute sich der 30-Jährige. Zudem freute ihn dieser Erfolg auch sehr, „weil ich bisher in Viernheim noch nicht gewonnen habe“. Der Sieg war allerdings hart erkämpft. Die Triathleten gingen per „Rolling Start“ – also nacheinander ins Wasser. Damit wusste Erhardt, der eine Woche zuvor bei der Landdistanz-WM von World Triathlon in Samorin am Start gewesen ist und dort den 17. Platz belegte, lange nicht genau, ob er vor oder hinter Boris Stein lag. „Die letzten 400 Meter bin ich nur noch gesprintet“, lachte er. Und dieser Schlussspurt zahlte sich am Ende eben voll aus!
Julian Erhardt hatte sich ja zum Ziel gesetzt, den Cup zum dritten Mal in Folge nach 2018 und 2019 (2020 und 2021 gab es coronabedingt keine Gesamtwertung) zu gewinnen und das klappte eben – und wie! Von den fünf Rennen, bei denen der Überseer überall am Start gewesen ist, flossen drei Ergebnisse in die Gesamtwertung ein. Erhardt, der für Triathlon Grassau startet, brachte dabei das Kunststück fertig, drei Siege einzubringen, denn neben Viernheim gewann er auch noch die Wettbewerbe in Mußbach und Maxdorf. bst