Gut Ising – Richard Vogel (RV Mannheim) hat den Großen Preis von Gut Ising gewonnen. Zum Abschluss des zweiten Teils des Chiemsee-Pferdefestivals entschied Vogel das S**-Springen mit Stechen um den Preis der Julius-Bär-Bank auf Caracho mit einem fehlerfreien Ritt in 35,08 Sekunden vor Ex-Weltmeisterin Simone Blum (LRFV Massenhausen auf Ciara (0/38,41) sowie dem Österreicher Stefan Eder auf Dr. Scarpo (0/39.34) für sich.
Es war das krönende Finale für eine gelungene zweite Turnierwoche, in der zahlreiche hochkarätige Springprüfungen und einige Dressurprüfungen für Spannung und guten Sport sorgten.
„Das war schon ein spannendes Stechen“, zeigt sich Turnierleiter Sepp Beilmaier beeindruckt. „Vogel ist wirklich super geritten, aber auch Simone Blum war sehr stark. Es war auch insgesamt einfach eine sehr gelungene Veranstaltung.“
Ein weiteres hochkarätiges Springen der Klasse S** mit Siegerrunde hatte Maximilian Weishaupt (RFV Jettingen) auf Nexus zu seinen Gunsten entschieden. Bei einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Kl. S** hatte sich Alexander Housen (Belgien) auf Warriors Glory knapp vor dem Isinger Lokalmatador David Will (RSC Dagobertshausen) auf Zaccorado Blue sowie Sophie Hinners (RFV Viernheim) auf Vittorio den Sieg geholt. Hinners war im Stechen des Großen Preises mit Ride Smart Legend of Life die drittschnellste Reiterin, doch wegen eines Abwurfs reichte es dabei „nur“ zum 6. Platz.
Auch die Dressurprüfungen in der Isinger Reithalle fanden guten Anklang – sowohl bei den Beteiligten als auch bei den Zuschauern. Hier gab es auch zahlreiche Prüfungen für jüngere Pferde. Bei einer Dressurprüfung der Klasse S* (7- bis 9-jährige Pferde) holte sich Renate Voglsang (RSV Gut Fasanenhöhe) auf Johnsons Danubia die höchste Punktzahl vor Teresa Rhomberg-Rochelt (Österreich) mit D Rex sowie Max Wadenspanner (RC Gut Weiglschwaig) auf Dagobert. Eine Dressurprüfung der Kasse M** (6- bis 9-jährige Pferde) hatte Svenja Holzmayr (Gut Eicherloh) mit Equador zu ihren Gunsten entschieden.
Insgesamt gab es ein abwechslungsreiches Programm in beiden Reitdisziplinen, „und wir hatten auch Glück mit dem Wetter“, freut sich Beilmaier darüber, dass es statt des angekündigten Dauerregens immer wieder längere sonnige Abschnitte gab. Doch selbst wenn das Wetter schlecht war, „waren die Zelte voll besetzt, aber auch auf den Tribünen war viel los. Und bei der Dressur in der Halle waren es auch immer viele Zuschauer“, zieht er Bilanz. Insgesamt waren an den acht Wettkampftagen des zweiteiligen Chiemsee-Pferdefestivals geschätzt etwa 10000 Besucher auf Gut Ising gekommen.
Zum Rahmenprogramm mit dem beliebten Wettbewerb „Jump an Drive“ und weiteren Aktionen gesellte sich auch wieder eine Fohlenauktion. Den Spitzenpreis erzielte das Hengstfohlen Emirates von Emerald van het Ruytershof x Diamant de Semilly mit 24000 Euro.
Diese gelungene Mischung des Chiemsee-Pferdefestivals wollen die Isinger den Pferdesportfans auch im nächsten Jahr wieder bieten. Doch zunächst stehen im November noch zwei weitere Turniere an.
Vom 3. bis 6. November steht das Turniergeschehen auf Gut Ising ganz im Zeichen der Dressur. Vom 10. bis 13. November sind dann die Springreiter am Zug – unter anderem tragen sie das Finale des Bayernchampionats aus. Auch danach wollen die Organisatoren auf Gut Ising wieder sagen können: „Es war einfach eine sehr gelungene Veranstaltung.“ who