Starbulls 6:3 – alle Tore durch Neuzugänge

von Redaktion

Stefan Reiter und Travis Oleksuk treffen beim Rosenheimer Sieg über Riessersee doppelt

Rosenheim – Am Anfang war der Blick zurück: Starbulls-Vorstand Christian Hötzendorfer sprach bewegende Worte und die Rosenheimer Eishockey-Fans konnten sich noch einmal vom verstorbenen Oliver Häusler verabschieden. Nach langem Applaus ging der Blick dann aber nach vorne – und wie: Mit einem 6:3-Erfolg im Derby über den SC Riessersee sind die Starbulls Rosenheim nämlich hervorragend in die neue Saison der Eishockey-Oberliga Süd gestartet.

Dabei galt das Interesse der Fans vor allem den vielen Neuzugängen – und diese enttäuschten nicht, sie begeisterten größtenteils sogar. Alle sechs Rosenheimer Treffer gingen auf das Konto von neuen Spielern. Zwei Tore schoss Travis Oleksuk, Stefan Reiter gelang ebenfalls ein Doppelpack, dazu netzten Manuel Strodel und Tyler McNeely ein. Aber auch Klemen Pretnar hat mit einer Torvorlage angeschrieben. Der kurzfristig verpflichtete Mike Glemser fügte sich gut ein, „man merkt ihm aber die fehlende Trainings- und Spielpraxis an“, meinte Trainer Jari Pasanen im Anschluss. Zum Pechvogel mutierte Tim Luca Krüger, der im zweiten Drittel verletzt raus musste – er wird mit einer Schulterverletzung wohl länger ausfallen, Pasanen rechnet mit einer Operation und möglicherweise drei bis vier Monaten Pause. Immerhin kann er am Sonntag beim Auswärtsspiel in Deggendorf durch Michael Knaub ersetzt werden, der nach einer Sperre sein erstes Punktspiel für die Starbulls bestreiten kann. Allerdings stellt der Rosenheimer Trainer auch fest: „Wir haben fünf Spiele in zehn Tagen. Der Kader ist dünn.“

Immerhin durfte er sich über einen gelungenen Auftritt des Kanadiers Oleksuk freuen. „Das war der beste Mann auf dem Eis“, lobte Pasanen, „er macht seine Defensivarbeit gut und hat auch noch vier Punkte erzielt. Das kann man gar nicht genug loben.“

Der mannschaftsdienliche Oleksuk wurde dann auch von den Fans kräftig gefeiert – und er genoss die Atmosphäre. „Die Stimmung war unglaublich“, meinte der Angreifer, der vom Villacher SV nach Rosenheim gewechselt war. „Es war eines dieser Spiele, bei denen alles geklappt hat“, befand der Kanadier, der bei seinen beiden Toren jeweils alleine auf Riessersees Goalie zulief und eiskalt vollstreckte. Er lobte aber lieber seine Mannschaftskameraden: „Sie haben als Team einen guten Job gemacht.“ Dass ihm so eine Premiere gelungen ist, freute Oleksuk dann aber schon mächtig: „Vier Punkte in einem Spiel passieren nicht so oft. Es ist schön, dass es vor so einer Kulisse passiert ist.“

Statistik: Starbulls Rosenheim: Mechel (Kolarz) – Krumpe, Reinig; Tölzer, Vollmayer; Kolb, Pretnar (Kühnhauser) – Strodel, Oleksuk, Reiter; Glemser, McNeely, Schmidpeter; Krüger, Daxlberger, Edfelder (Oswald).

Tore: 1:0 (3.) Reiter/Oleksuk, Krumpe, 2:0 (8.) Strodel/Oleksuk – PP1, 3:0 (20.) Oleksuk, 4:0 (34.) Reiter/McNeely, Strodel – PP1, 4:1 (38.) Dibelka/Soudek, Pietsch, 4:2 (40.) Dibelka/Soudek, Slezak – PP1, 5:2 (43.) Oleksuk/Reiter, Strodel, 6:2 (48.) McNeely/Pretnar, 6:3 (57.) Pietsch/Soudek, Dibelka.

Schiedsrichter: Flad und Kalnik; Strafminuten: Rosenheim 6, Riessersee 4; Zuschauer: 3775.

Die Stimmen zum Spiel

Pat Cortina (Trainer SC Riessersee): „Das war nicht der Saisonstart, den wir uns erhofft hatten. Rosenheim war die bessere Mannschaft im ersten Drittel, das war der Unterschied. Wir waren einen Schritt zu langsam. Drei Tore Rückstand sind dann schwer gegen eine sehr starke Mannschaft. Wir können aus dem Spiel viel mitnehmen.“

Jari Pasanen (Trainer Starbulls Rosenheim): „Die Kulisse war für Oberliga-Verhältnisse sehr gut, die Fans haben gut Stimmung gemacht. Das erste Drittel war sehr gut, es gab dann aber wieder Momente, in denen wir unkonzentriert waren. Die Struktur im Spiel war okay, wir können uns aber auch bedanken, dass Mechel einige Tore verhindert hat.“

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