Kaum Probleme an Tor vier

von Redaktion

Rosenheimer Slalomkanuten bei der DM vorne mit dabei

Lofer – Bei den deutschen Meisterschaften im Kanuslalom für Jugend, Junioren und Leistungsklasse war der Kajak Klub Rosenheim nur mit einem kleinen Team von sechs Startern angetreten. Die Ergebnisse konnten sich allerdings sehen lassen. Mia Arnu und Elias Kuschinsky meisterten souverän die Qualifikationsläufe sowie das Halbfinale und durften sich über eine Finalteilnahme und ein Top-10-Ergebnis freuen. Mit der Medaillenvergabe hatten sie erwartungsgemäß nichts zu tun, denn das Starterfeld war hochkarätig besetzt.

Die deutschen Meisterschaften im Kanuslalom waren ein Novum: Die Wettkämpfe wurden im österreichischen Lofer auf der Saalach und somit erstmals im Ausland ausgetragen. Über 330 Starts von 40 deutschen Kanuvereinen waren für die drei Wettkampftage gemeldet. Viele Sportler, darunter WM-Medaillengewinner und Weltcup-Starter, hatten eine weite Anfahrt nach Österreich, nur die Rosenheimer Sportler durften sich über Rennen praktisch vor ihrer Haustüre freuen.

Viele Athleten waren auf der Saalach auf ungewohntem Terrain unterwegs. Denn die meisten Rennen finden inzwischen auf künstlich angelegten Wildwasserstrecken statt. Der Slalomkurs auf der Saalach ist eine der wenigen verbliebenen Naturstrecken im Wettkampfzirkus der Slalomkanuten. Entgegen den Erwartungen führte die Saalach einen kräftigen Wasserstand und bot mit technisch schwierigem, wuchtigem aber auch trübem Wildwasser die richtigen Herausforderungen für eine deutsche Meisterschaft.

Die Streckenkommission hatte den Sportlern mit einem kniffligen Kurs bereits in den Qualifikationsläufen eine schwierige Aufgabe gestellt. In Kombination mit dem hohen Wasserstand der Saalach gab es einige schwierige Torkombinationen, insbesondere ein diffiziles Aufwärtstor, gleich zu Beginn des Rennens. Bereits an Tor vier endeten bei vielen Athleten die Hoffnungen auf ein Weiterkommen. Die Rosenheimer Sportler waren von ihren Trainern gut eingestellt, allesamt meisterten sie die Hürde von Tor vier ohne größere Probleme. Dennoch war für Elias Kuschinsky, Marian Arnu und Lukas Sommer das Rennen in der Klasse Kajak Jugend männlich nach der Qualifikation beendet. Nur 20 Sportler schafften es in die Halbfinale, Kuschinsky beendete das Kajak-Rennen auf Rang 32, Sommer erreichte Platz 45. und der erst 14-jährige Arnu belegte Rang 39. In den weiteren Qualifikationsrunden lief es besser: Mia Arnu schaffte es gleich mit dem Lauf ins Halbfinale, und auch Tanya Zybina (LK Damen C1), Emily Höller (K1 und C1 Junioren weiblich), sowie Elias Kuschinsky und Marian Arnu (C1 Jugend männlich) kamen problemlos weiter.

Zum Halbfinale und Finale wurde der Kurs noch einmal verschärft und technisch anspruchsvoller. Jugendfahrerin Mia Arnu kam in ihrem U16-Halbfinale im Kajak bestens mit der Saalach und den 19 Toren zurecht und zog als Dritte ins Finale ein. Kuschinsky durfte sich mit Platz sechs im Canadier ebenfalls auf das Finale freuen. Diese verpasste Schülerfahrer Marian Arnu als Elfter mit nur zwei Zehntelsekunden Rückstand denkbar knapp. Aufgrund geringerer Teilnehmerzahl war für Emily Höller trotz Rang sieben in Kajak und Canadier das Rennen ebenfalls im Halbfinale beendet. Tanya Zybina erreichte in der Leistungsklasse Damen C1 den elften Platz.

Im Finale konnten Mia Arnu und Elias Kuschinsky ihre tollen Leistungen aus dem Halbfinale nicht wiederholen. Kuschinsky büßte trotz eines beherzten Rennens im Canadier noch zwei Plätze ein und wurde Achter. Mia Arnu wurde im Kajak-Finale das Tor vier zum Verhängnis. Die regelkonforme Befahrung kostete am Ende zu viel Zeit und Anstrengung, um noch in die Medaillenränge zu fahren. Letztlich wurde sie Sechste und verbleibt – wie auch Kuschinsky – im U18-Deutschlandcup.re

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