Das Duell der Gegensätze

von Redaktion

Schlusslicht 1860 Rosenheim trifft auf den Spitzenreiter

Rosenheim – Es ist fast genau fünf Monate her, da sind der TSV 1860 Rosenheim und der SV Schalding-Heining gemeinsam aus der Fußball-Regionalliga Bayern abgestiegen. Das Aufeinandertreffen am 15. Spieltag der Bayernliga Süd im Rosenheimer Jahnstadion (Anpfiff am Samstag ist um 14 Uhr) ist nun ein Duell der Gegensätze. Während die Sechziger schon wieder am Tabellenende umherdümpeln, grüßen die Niederbayern von der Spitze.

Vor fünf Monaten lagen zwei Zähler zwischen Rosenheim und Schalding-Heining, jetzt sind es aktuell 25. Da stellen sich natürlich Fragen: Was ist seitdem passiert? Wie konnte es so weit kommen? Das Geheimnis ist eigentlich keines. Der Kader der Niederbayern birgt noch jede Menge Identifikation. Spieler wie Walter Kirschner, Christian Brückl, Fabian Burmberger, der Ex-Rosenheimer Philipp Knochner, Markus Gallmaier oder Fabian Schnabel sind seit Jahren ein Begriff im SVS-Trikot, ebenso Trainer Stefan Köck an der Seitenlinie. Da ist einfach etwas gewachsen – und wurde nun gut ergänzt mit regionalen Akteuren aus der Landesliga, von denen einige – wie der Ex-Buchbacher Patrick Drofa oder der frühere Regensburger Johannes Stingl – auch schon gewisse Regionalliga-Erfahrung verfügen. Im Gegenzug Rosenheim: Ein Mini-Kern an verbliebenen Spielern und Neuzugänge aus allen Himmelsrichtungen, die ihre Bayernliga-Tauglichkeit teilweise nur bedingt unter Beweis gestellt haben!

Nicht umsonst sagt Trainer Klaus Seidel, dass seine Mannen „an Qualität zulegen müssen. Dazu müssen wir jedes Spiel nutzen“. Gegen den Spitzenreiter sind die Sechziger klar in der Außenseiterrolle. „Wir müssen das Mittelfeld dichtmachen, wenig Torchancen zulassen und vor allem Konter vermeiden“, gibt er seinen Mannen mit auf den Weg. Und: mutig spielen! Seidel weiß: Es hilft nichts, wenn man nur darauf aus ist, die Tore zu verhindern – es sollte schon auch nach vorne gehen. Und da ist dann auch die Traute gefragt, einmal ein Solo zu starten und abzuschließen.

Der Rosenheimer Trainer sieht bei der Mannschaft schon eine Verbesserung. „Es geht Stück für Stück vorwärts“, meint er. Zuletzt in Hallbergmoos war er mit der Leistung nicht unzufrieden: „Das war eine Steigerung in die richtige Richtung, vor allem kämpferisch und vom Teamzusammenhalt her.“ Seidel weiß, „dass mit einem Erfolgserlebnis alles leichter gehen würde“, er muss sich aber in Geduld üben. „Wir müssen weiter arbeiten. Es wäre natürlich schön, wenn diese Arbeit dann auch mal durch ein Ergebnis bestätigt wird“, sagt er, der auf Bojan Tanev (Sprunggelenksverletzung) verzichten muss, dafür aber Christoph Wallner wieder mit an Bord hat.

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