Wo sind die heimischen Tennistalente?

von Redaktion

Verband veröffentlicht Ranglisten – Südostbayern bescheiden platziert

Rosenheim/Übersee – Immer zum Jahresende veröffentlicht der Bayerische Tennisverband (BTV) in seinem Printmedium „Bayerntennis“ die Ranglisten für den Nachwuchs. Die gibt es in den Kategorien U12, U14, U16 und U18 jeweils in der männlichen und weiblichen Konkurrenz. Waren in vergangenen Jahren oftmals Spieler aus dem südostbayerischen Raum vorne mit dabei, so sieht die Bilanz in diesem Jahr eher bescheiden aus. Nur drei haben den Sprung jeweils unter die Top Ten geschafft – sie kommen vom TC Übersee und vom SV Pang.

Tim Sailer vom SV Pang auf Rang acht

Bester heimischer Nachwuchscrack ist Tim Sailer vom SV Pang. Er wird in der U14 auf Rang acht gelistet, steht in Deutschland auf Platz 24. Sailer gehört der Kaderschmiede des BTV an. Der 14-Jährige besucht das BTV-Tennisinternat in Oberhaching vor den Toren Münchens. Hier sind aktuell nur 20 Spieler eingebunden. „Ein herausragendes Projekt und zentraler Bestandteil des Leistungssport-Konzepts soll talentierten Jugendlichen die Chance bieten, Leistungssport und Schule optimal miteinander zu verbinden. Kurz: Eine erfolgreiche Profikarriere mit Abitur oder mittlerer Reife“, schreibt dazu der BTV. Sailers Teamkollege vom SV Pang, Valentin Henss, liegt in der U12 nur einen Platz schlechter auf Rang neun, in Deutschland auf 26.

Beide Panger hatten heuer großen Anteil am Meistertitel in der Knaben-16-Südliga 1, wo alle sieben Matches gewonnen wurden. Sailer hatte in Einzel und Doppel eine 17:1-Bilanz, Henss 13:1. Von beiden wird man in Zukunft sicherlich noch einiges hören!

Schon bei den U18-Burschen spielt Florian Walcher vom TC Übersee. Er kämpft zumeist gegen Vertreter der großen bayerischen Vereine wie 1. FC Nürnberg, MTV Bamberg, Luitpoldpark München oder TC Augsburg Siebentisch und hat es in seiner Altersklasse immerhin auf Platz neun geschafft und innerhalb des Deutschen Tennisbundes unter die Top 50. Angeführt wird die Kategorie von Yannik Kelm aus Nürnberg, der eine Profikarriere anstrebt.

Düster sieht es bei den Mädchen aus. Hier ist keine Spielerin aus Südostbayern in den jeweiligen Altersbereichen unter den Top Ten zu finden. Die größten Talente heißen hier Michelle Khomich (TC RW Gersthofen) und Aurelia Löhrer (TC Augsburg Siebentisch), die die Ranglisten bei den U14-und U12-Mädchen anführen und in Deutschland an Position drei gelistet sind.

„Im nächsten Jahr sieht das ganz anders aus, wir haben zwei ganz große Nachwuchshoffnungen bei den Buben in unseren Reihen“, sagt Dieter Dörfer, Vorstand und Cheftrainer beim Nachwuchs im TC 1860 Rosenheim, dessen Herrenmannschaft jetzt zwei Jahre lang in der Bundesliga für viel Furore gesorgt hat. Dörfler nennt Vincent Szabados und Paul Figiel. „Diese Namen sollte man sich merken, da reifen zwei ganz große Talente bei uns heran“, ergänzt Dörfler und verweist auf ihren Jahrgang von 2011, also U11. Und hier zeigten beide heuer groß auf. Szabados wurde deutscher Vizemeister und Figiel bayerischer Vizemeister.

Artikel 1 von 11