Einen Gang höher schalten

von Redaktion

Wasserburg in Schwaig – Bruckmühl muss nach Dachau

Bruckmühl/Wasserburg – Bis zur hochverdienten Winterpause in der Fußball-Landesliga Südost sind es noch zwei Spiele für den SV Bruckmühl. Es gilt also, noch einmal alle Kräfte für den Endspurt zu bündeln. In dieser Liga geht es nur mit vollem Einsatz und diesen gilt es mit Sicherheit auch am heutigen Samstag, 13 Uhr, abzurufen. Durch das Hinspiel ist dem SV Bruckmühl die Stärke des ASV Dachau bekannt. Am Ende stand es 1:1, es war allerdings ein Spiel, das jederzeit in eine Richtung hätte laufen können. Schaut man auf die bisherige Saison, hat der ASV sechs seiner sieben Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied verloren. „Der ASV führt jede Partie mit voller Leidenschaft. Deshalb erwarten wir am Samstag von Beginn an einen heißen Tanz. Die Partie wird unserem Team körperlich wieder alles abverlangen“, meint Bruckmühls Zweiter Vorstand Stephan Keller.

Der Platz des ASV ist für das Team von Mike Probst Neuland. Bisher hat man noch nie in Dachau gespielt. Dabei verzichten muss das Trainerteam auf Anian Folger, Samu Wambach und Christoph Schreiner. Es droht auch noch Daniel Kobl kurzfristig für die Partie auszufallen. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

War das nur
Slow Motion?

Mittlerweile können sogar Landesligaspiele im Internet gestreamt werden. Wer vergangenen Samstag das Wasserburger Gastspiel in Pullach nicht im Stadion, sondern auf Sporttotal geschaut hat, musste zwischenzeitlich befürchten, dass seine Internetverbindung nicht funktioniert, weil sich das Spiel phasenweise in Slow Motion bewegte. Nach Check des Routers war jedoch schnell klar: Das Spiel war tatsächlich so langsam, es wurde mehr getrabt als gesprintet. Am morgigen Sonntag, 14 Uhr, in Schwaig müssen die Löwen unbedingt zulegen, wollen sie in diesem richtungweisenden Spiel bestehen.

Bildlich gesprochen traten die Innstädter zuletzt gegen Brunnthal und Pullach so auf, wie wenn ein Kleinwagen im dritten Gang über die Landstraße fährt: Im Bummeltempo. Aber in dieser Wasserburger Mannschaft stecken deutlich mehr PS, weshalb auch bessere Leistungen möglich sein sollten. Zu Saisonbeginn in der Liga und im Pokal zeigte die Elf von Trainer Harry Mayer noch zahlreiche mitreißende Spiele, die den Zuschauern gefielen und vor allem Punkte einbrachten. Zwar gab es immer wieder Ausreißer nach unten, aber die Höhen waren deutlich erkennbar. Zuletzt gab es diese Achterbahnfahrt nicht mehr, was schlichtweg daran lag, dass die Ausschläge nach oben fehlten. Entscheidend war hierfür mitunter das 3:6 im Hinspiel gegen Schwaig. Mitte September wurde Wasserburg in der Altstadt böse vermöbelt und diese Treffer haben Wirkung hinterlassen. Die Leichtigkeit des Seins war wie weggeblasen.

In dieser Woche haben die Löwen wieder verstärkt daran gearbeitet, zu ihrer wahren Identität zurückzukehren. Wasserburg war mit Ausnahme eines halben Jahres (Bayernliga Rückrunde) in den vergangenen Spielzeiten ein Team, das den Gegner gepresst hat, dadurch immer gut in den Zweikämpfen war und auch entsprechendes Tempo im Spiel hatte. Aggressives Anlaufen und Umschaltsituationen erfordern hohe Sprintwerte und daran möchte Harry Mayer wieder anknüpfen.

Morgen, Sonntag, sind besonders die Sprinter gefragt, dass sie Schwaig früh unter Druck setzen und so die Zuspiele auf die brandgefährlichen Stürmer Raffael Ascher und Ben Held verhindern (zusammen 21 Treffer). Weil vier etatmäßige Innenverteidiger verletzt sind, wird Michael Kokocinski im tristen Herbst seinen (mindestens) dritten Frühling erleben. jha

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