Dorfen – Drei Jahre ist es her, dass die letzte bayerische Meisterschaft des DBV (Deutscher Budo Verband) gemeinsam mit der GKBA (German Kun-Tai-Ko Budo Association) in Dorfen ausgerichtet wurde. Hier wurde das Können in den verschiedenen Kickbox-Varianten (Kick-Light, Leichtkontakt und Pointfighting), im Formen-Wettkampf mit Karate oder Kobudo (Kata mit oder ohne Waffen) und mit Jiu Jitsu (Demonstrationen von Selbstverteidigungstechniken zu zweit) abgeprüft.
Kun-Tai-Ko Brannenburg war mit fünf Teilnehmern angereist, die es tatsächlich geschafft haben, sieben Medaillen zu erkämpfen. Für einen Pokal hat es allerdings nicht gereicht, das lag aber vor allem an den hochkarätigen Gegnern (zum Teil mehrfache Weltmeister oder Vizeweltmeister). Bei diesen Gegnern war es jedoch eine Spitzenleistung, es überhaupt aufs Siegertreppchen zu schaffen.
Die Platzierungen: Marc Weiss zeigte mit dem Bo eine Kata aus dem Kobudo und erreichte die Silbermedaille; Kurt Rohrmoser konnte sich mit einer Kata aus dem Karate in einer sehr knappen Entscheidung den zweiten Platz sichern. Dominik Pauli hatte in seiner Gewichtsklasse keine Gegner und musste somit gegen sehr viel schwerere Kämpfer (zwei Gewichtsklassen höher) antreten, entsprechend schwierig gestalteten sich die Kämpfe. Dennoch reichte es nach mehreren nervenaufreibenden und knappen Fights für einen zweiten Platz im Pointfighting. Franz Weinhart erkämpfte sich in seiner Gewichtsklasse im Kick-Light und Leichtkontakt nach unglaublich engen und spannenden Kämpfen zweimal die Bronzemedaille. Matthias Anzinger konnte sich ebenfalls im Kick-Light und Leichtkontakt zwei Silbermedaillen sichern. Bei ihm wurde besonders deutlich, wie eng die Entscheidungen waren, da sich aus Sicht der Zuschauer keiner der Kontrahenten eine erkennbare Überlegenheit erkämpfen konnte. kr