Serie gerissen und Geburtstag vermiest

von Redaktion

Starbulls Rosenheim verlieren gegen Höchstadt an Jamie Bartmans 60. mit 2:3 Toren

Rosenheim – Erstes Heimspiel in dieser Saison verloren, die Serie von neun Siegen in Folge gerissen und das alles am 60. Geburtstag von Co-Trainer Jamie Bartman, der im Heimspiel gegen Höchstadt verantwortlicher Starbulls-Coach war. Cheftrainer Jari Pasanen war bei einem Trainer-Symposium in Krefeld und verfolgte die Partie im Livestream. Was er sah, dürfte ihm nicht gefallen haben.

Das Spiel lief von Beginn an nicht nach dem Wunsch der Rosenheimer, aber wenn man schon nicht seine beste Leistung abrufen kann, sollte man wenigstens die glasklaren Torchancen verwerten. Wäre das passiert, hätten die Starbulls mit Sicherheit das Eis als Sieger verlassen.

Die Schlüsselszene des Spiels sahen die 2341 Zuschauer in der 49. Minute. Beim Stand von 2:2 schnappte sich Norman Hauner die Scheibe, steuerte Richtung Tor, spielte einen genialen Rückhand- Querpass auf Tyler McNeely und der verfehlte das leere Tor um Zentimeter. Das hätte der Führungstreffer für die Starbulls sein müssen.

Und so kam es, wie es an diesem Abend kommen musste: Höchstadt nutzte eine seiner wenigen Chancen zum 3:2 durch einen Flachschuss von Fardoe in der 55. Minute. Das war gleichzeitig der entscheidende Treffer in einem Spiel mit einem glücklichen Sieger. Das sah auch Höchstadts Team-Manager Daniel Tratz so: „Diesmal haben wir das Glück auf unserer Seite gehabt. Rosenheim hatte zwei, drei Lattentreffer und unser Torhüter Schnierstein hat sensationell gehalten. Ein historischer Sieg für Höchstadt, weil es der erste Erfolg in Rosenheim war.“

Auf der anderen Seite sah man in der Pressekonferenz einen enttäuschten Trainer Jamie Bartman, der auch die schwache Chancenauswertung seines Teams ansprach: Wir haben genügend Chancen gehabt. Höchstadt hat im letzten Drittel sehr clever gespielt. Wir sind natürlich sehr enttäuscht von unserer Leistung und vom Ergebnis.“ Bartman monierte, dass seine Mannschaft zu viele Zweikämpfe verloren hat. Nicht als Ausrede gelten lassen wollte Bartman das Fehlen von Travis Oleksuk im letzten Drittel: „Wir haben genügend Tiefe im Kader, dass es nichts ausmachen darf, wenn ein Spieler ausfällt. Ich gehe davon aus, dass die Verletzung nicht schlimm ist.“ Übrigens haben Bartman und Pasanen einmal in der Drittelpause miteinander telefoniert, doch Tore schießen und Chancen nutzen können auch die beiden Trainer nicht.

Schon im ersten Drittel hätte Rosenheim bei den vielen klaren Chancen führen müssen, doch mehr als die 1:0-Führung durch Manuel Strodel sprang nicht heraus. Höchstadt zeigte sich effektiv, traf zweimal und ging mit einer 2:1-Führung ins zweite Drittel, das durch viele Strafzeiten sehr zerfahren war. Als Rosenheim durch Reiters Direktschuss das 2:2 gelang, schien die Partie zu kippen. Rosenheim machte Druck, musste aber immer wieder bei gefährlichen Gegenstößen der Höchstadter auspassen.

Pech hatten die Starbulls in der 48. Minute, als Verteidiger Steffen Tölzer nur die Latte traf und in der 49. Minute vergab McNeely dann die Riesenchance zur Führung. Danach nahm das Unglück seinen Lauf.

Spielstatistik: Starbulls Rosenheim – Höchstadter EC 2:3 (1:2, 1:0, 0:1).

Starbulls: Mechel (Kolarz) – Tölzer, Vollmayer; Möchel, Reinig; Obu, Pretnar – Strodel, Oleksuk, Reiter; Laub, McNeely, Hauner; Schmidpeter, Daxlberger, Edfelder; Knaub, Glemser, Kolb.

Tore: 1:0 (6.) Strodel (Vollmayer, Oleksuk), 1:1 (6.) Seewald (Litesov, Neugebauer), 1:2 (11.) Planics, 2:2 (37.) Strodel, 2:3 (55.) Fardoe (Horschel, Zbaranski)

Schiedsrichter: Laudan/Schusser

Strafminuten: Rosenheim 8, Höchstadt10;

Zuschauer: 2341

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