Burghausen – Nach vier Niederlagen am Stück will der SV Wacker Burghausen am Sonntag endlich wieder punkten: Die Mannschaft von Trainer Hannes Sigurdsson gastiert um 14 Uhr in Heimstetten und trifft dort auf Türkgücü München. Da die Stadt München das „Grünwalder“ für die Neuperlacher in diesem Jahr nicht mehr freigegeben hat, muss der Tabellenneunte der Fußball-Regionalliga Bayern seine restlichen Heimspiele in diesem Jahr in Heimstetten austragen.
„Wir hatten eine sehr schwierige und harte Phase. Dass zwölf von 22 Spielern verletzt oder gesperrt sind, habe ich meiner Laufbahn als Spieler und Trainer noch nicht erlebt“, grübelt Sigurdsson, sieht aber einen Silberstreif am Horizont. Zum einen kehren einige Stammspieler zurück, zum anderen hat der Coach nach der 0:3-Niederlage in Eichstätt einen Ruck in der Mannschaft verspürt: „Nach dem Spiel in Eichstätt habe ich viele Sachen gesehen, die in die richtige Richtung gehen. Kämpferisch hat die Mannschaft in Ansbach alles gegeben. Wir hatten viele zweite Bälle und haben das Spiel 70 Minuten dominiert.“
Leider aber kein Tor geschossen und so entschied der Treffer von Bastian Herzner die Partie zugunsten der Mittelfranken. Sigurdsson: „Ich kann schlecht mit Niederlagen und Verlusten umgehen, aber man muss das gesamte Bild sehen. Wir haben mit drei A-Jugendlichen gespielt, die hoffentlich einen Schritt nach vorne machen konnten. Das ist das Positive. Insgesamt kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht.“
Im nun dritten von vier Auswärtsspielen – nächsten Samstag geht es nach Vilzing – füllt sich der dezimierte Kader allmählich wieder ein wenig: Nach Johann Djayo und Aboubacar Cissé, die schon in Ansbach ihr Comeback feiern konnten, kehrt jetzt Moritz Sommerauer nach seiner Sperre wegen der Ampelkarte in Eichstätt zurück. mb