Mit Disziplin und Leidenschaft zum Punkt

von Redaktion

1860 Rosenheim bleibt gegen Deisenhofen zum dritten Mal in der Saison ohne Gegentor

Rosenheim – Das war so nicht zu erwarten: Mit einer ersatzgeschwächten Elf hat Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Bayernliga Süd dem besten Offensiv-Duo der Liga Paroli geboten und gegen den FC Deisenhofen sein Tor sauber gehalten. Dank einer kompakten Teamleistung hatten sich die Sechziger am Ende das 0:0 redlich verdient.

„Wir haben das durchgezogen, was wir uns vorgenommen hatten: Kompakt stehen und diszipliniert spielen. Ich bin stolz darauf, wie die Mannschaft das läuferisch, vom Einsatz her und taktisch gemacht hat“, lobte Interimscoach Michael Wallner seine Truppe. Man hatte deutlich gesehen, woran die Rosenheimer in den letzten Wochen gearbeitet hatten. Die Mannschaft wirkte kompakt, das Verschieben funktionierte und auch die verschiedenen Mannschaftsteile harmonierten. Und wenn Deisenhofen mal doch etwas mehr Raum hatte, dann wurde dieser mit großer Laufbereitschaft wieder geschlossen und der nächste Zweikampf gesucht. „Das war schon unser Ziel, denen die Spielfreude zu nehmen“, bekannte Wallner – und das klappte hervorragend, denn mit Fortdauer des Spiels verzweifelten die Gäste, fabrizierten dann auch einen Stockfehler nach dem anderen und haderten immer wieder mit Schiedsrichter, Mitspielern und den Platz-Gegebenheiten.

Und so ergaben sich dann auch zwei richtig gute Gelegenheiten für die Rosenheimer. Im ersten Durchgang war Laurin Demolli nach einem Fehler der Gäste bis zur Grundlinie durchgestürmt und passte in die Mitte, dort war dann Deisenhofens Tormann Enrico Caruso um einen Sekundenbruchteil vor dem heranstürmenden Michael Summerer am Ball. Und in der Schlussviertelstunde parierte Caruso einen Schuss von Andrew Barsalona, bei der folgenden Hereingabe rettete ein Deisenhofener Verteidiger. „Mit etwas Glück hätten wir sogar gewinnen können“, sagt Wallner.

Das wäre aber auch zu viel des Guten gewesen. Schließlich zeigte Deisenhofen in Ansätzen doch, warum man zwei eigentlich treffsichere Angreifer in seinen Reihen hatte. In der ersten Halbzeit schoss Michael Bachhuber knapp am Tor vorbei und ein Freistoß von Nico Karger landete hauchdünn daneben am Außennetz. Nach dem Wechsel stand Torhüter David Daroczi im Blickpunkt, als er einmal per Hechtsprung gegen Björn Jost rettete und kurz vor Schluss auch einen Karger-Schuss aus dem Eck holte. „David hat uns im Spiel gehalten“, meinte Wallner dann auch. Der 1860-Interimscoach konnte mit Auftreten und Ergebnis zufrieden sein. „Es fühlt sich schon gut an, mal nicht verloren zu haben“, bekannte er dann auch.

TSV 1860 Rosenheim: Daroczi, Kasumovic, Kuchler, Salkic, Gratt (ab 87. Addo), Löser, Polat, Barsalona, Summerer, Tanev (ab 64. Markulin), Demolli.

Schiedsrichter: Wittmann (SV Wendelskirchen).

Zuschauer: 152.

Tore: Fehlanzeige.

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