Ziel ist der Herbstmeistertitel

von Redaktion

Kolbermoor empfängt am Sonntag ab 14 Uhr die TTG Bingen/Münster-Sarmhseim

Kolbermoor – Am Sonntag, 18. Dezember um 14 Uhr geben Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen ihre letzte Vorstellung vor eigenem Publikum vor Weihnachten. Zu Gast wird dabei die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim sein, gegen die man noch etwas zu bereinigen hat.

Die Frage, die man sich beim heimischen Sextett stellt, ist die, ob man die gebotene Chance, die Tabelle über die Weihnachtsfeiertage als Erster anzuführen und somit quasi Herbstmeister zu werden, annehmen kann. Nachdem der inzwischen schärfste Konkurrent um den Platz an der Sonne, der TTC Berlin, am vergangenen Wochenende gegen den TSV Langstadt nur zu einem Unentschieden kam und die Vorrunde bereits abgeschlossen hat, liegt dieser derzeit nur auf Rang zwei. Eine schwierige Frage, wie auch Kolbermoors Abteilungsleiter und Trainer Michael Fuchs meint. „Anfang der Woche hätte ich das jederzeit unterschrieben, dass wir Herbstmeister werden. Aber wir haben ein kleines Problem: unsere beste Spielerin, Linda Bergström, laboriert an Kniebeschwerden. Und ob sie spielen kann, wird sich erst herausstellen“, erklärt er.

Kolbermoor will
Revanche

Auf dem Papier sieht trotzdem derzeit alles perfekt aus. Kolbermoor ist Tabellenführer, Bingen Tabellensiebter mit gerade einmal vier Punkten. Was soll da schon schief gehen, wird sich so mancher Experte und tischtennisbegeisterte Zuschauer fragen. Zumal ja auch die Bilanz gegen die Rheinland-Pfälzerinnen insgesamt doch recht positiv ausfällt. Von den letzten sieben Heimspielen haben Kolbermoors Damen sechs gewonnen. Das Einzige, das sie ein wenig wurmt, ist, dass sie das letzte Aufeinandertreffen im Februar dieses Jahres mit 4:6 verloren haben – noch dazu in eigener Halle. Damals geriet man im zweiten Einzeldurchgang ausgerechnet im vorderen Paarkreuz durch die Niederlagen von Kristin Lang gegen Mie Skov sowie der Ex-Kolbermoorerin Yuan Wan gegen Katerina Toma auf die Verliererstraße. Diese Scharte gilt es nun auszuwetzen, egal ob Linda Bergström spielt oder nicht.

Aber diese vier Punkte, die der Tabellenvorletzte bislang verbuchen konnte, haben es in sich. Das Quartett um die Russin Elena Kuzmina schlug nämlich ausgerechnet den TSV Langstadt mit 6:4 und war auch mit dem gleichen Ergebnis beim TSV Schwabhausen erfolgreich. Zu verdanken hat man dies vor allem der 19-jährigen Inderin Diya Parag Chitale, die bislang im Einzel wie auch im Doppel nicht bezwungen werden konnte. Deren Stärke bekam im Februar auch Naomi Pranjkovic bei einer Dreisatzniederlage deutlich zu spüren.

Alles in allem also eine Aufgabe, die nicht allzu schwer sein sollte, aber auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Michael Fuchs würde aber nur allzu gerne auch nach den Weihnachtsferien sowie beim nächsten Heimspiel, das erst am 5. Februar kommenden Jahres gegen den TSV Langstadt stattfindet, vom Platz an der Sonne grüßen. eg

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