Traum von der Titelverteidigung schnell zu Ende

von Redaktion

Kolbermoors Tischtennis-Damen scheitern beim Pokal-Endturnier bereits in der Quali

Berlin – Für Kolbermoors Bundesliga-Damen war der Traum von einer Titelverteidigung des deutschen Tischtennis-Pokals schnell ausgeträumt. Bereits in der Qualifikation des Final-Four-Endturniers in Berlin mussten sie die Segel streichen.

Wie schon im letzten Jahr trafen Kolbermoors Damen zum Auftakt erneut auf die Füchse Berlin. „Die Füchse sollten nicht unbedingt das Problem sein“, hatte Kolbermoors Trainer Michael Fuchs noch im Vorfeld erklärt. Das Ergebnis fiel mit 3:0 auf den ersten Blick auch recht deutlich aus. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr machte der Zweite der 3. Bundesliga Nord den Kolbermoorer Damen das Leben diesmal aber wesentlich schwerer. Dies musste vor allem Linda Bergström feststellen, die gegen Gökce Nur Güngör über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen musste. Erst in Durchgang Nummer vier lief sie dann zu gewohnter Stärke auf und ließ sich auch im Entscheidungssatz, in dem man beim Stand von 5:3 die Seiten wechselte, die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Bergströms Mitstreiterinnen hatten natürlich mitbekommen, wie konzentriert die Berliner Füchse ans Werk gingen und handelten dementsprechend. Sowohl Solomiya Brateyko wie auch Kristin Lang brachten am Ende standesgemäße 3:0-Siege zu Papier.

Im oberbayerischen Duell gegen den TSV Schwabhausen, das es im Pokal – damals allerdings im Halbfinale – zuletzt vor genau zwei Jahren gegeben hatte, hatten die Damen aus dem Landkreis Dachau noch eine Rechnung offen. Kolbermoors Damen lagen bei besagter Halbfinalbegegnung nämlich schon mit 0:2 zurück und gewannen am Ende noch mit 3:2. Nun aber kassierte Brateyko zum Auftakt gleich einmal eine 0:3-Niederlage gegen Sabine Winter und sorgte dafür, dass Kolbermoor in der Anfangsphase unter Druck standen. Als dann Kristin Lang gegen Mercedesz Nagyvaradi mit dem 3:0-Erfolg zum 1:1 ausglich, schien man die Wende eingeleitet zu haben, zumal Bergström gegen Yanzi Liu eher in der Favoritenrolle war. Dass zwischen Theorie und Praxis bekanntlich ein großer Unterschied herrscht, musste die Schwedin bereits Mitte des ersten Satzes erfahren, als sie nach dem 4:6-Zwischenstand letztendlich mit 6:11 unterlegen war. Obwohl sie den zweiten Satz trotz eines 3:7-Rückstandes mit 11:9 noch für sich entschied, ging sie am Ende als Verliererin von der Platte. Wie schon vor zwei Jahren lag Kolbermoor also zurück, und wieder kam es auf Kristin Lang an. Im Gegensatz zu damals traf sie mit ihrer früheren Teamkollegin Winter allerdings auf ein ganz anderes Kaliber. Die Ex-Kolbermoorerin machte dann von Anfang an so richtig Dampf und setzte sich souverän mit 11:4 durch. Der zweite Satz ließ Kolbermoors Anhang wieder hoffen: Die 37-jährige Physiotherapeutin Lang machte aus einem 1:3-Rückstand einen 11:3-Sieg. Dieses Aufflackern war jedoch noch von kurzer Dauer, denn schon der nächste Durchgang ging mit 9:11 verloren. Auch im vierten Satz lief längst nicht alles nach Plan: Da half es auch nichts, dass Lang nach dem 2:5-Rückstand mittels einer Auszeit noch versuchte, die Wende herbeizuführen. Obwohl sie mit einigen guten Schlägen noch zum 7:10-Anschluss kam, hieß es am Ende 7:11 aus ihrer und damit auch 1:3 aus Kolbermoorer Sicht. Trainer Michael Fuchs: „Insgesamt war Schwabhausen besser und hat verdient gewonnen.“

Der Pokalsieg ging am Ende an den TTC Berlin eastside. Das Team, deren Trainerin Irina Palina jetzt zum achten Mal den deutschen Pokalsieg feiern durfte, landete im Finale einen 3:0-Sieg über den TSV Langstadt. Die Hessinnen schalteten zuvor im Halbfinale Kolbermoor-Bezwinger TSV Schwabhausen mit 3:2 aus.

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