Inzell – Auf erfreuliche Wettkämpfe können die Inzeller Eisschnellläufer zurückblicken. Beim Frillensee-Cup des DEC Inzell in der heimischen Max-Aicher-Arena gab es zahlreiche gute Leistungen der heimischen Athleten. Zudem vertraten beim Länderkampf in Heerenveen (Niederlande) Leo Huber (AK 15), Ede-Konrad Kortlever (AK 16) und Julia Geutner (AK 17) den DEC und wurden von Trainerin Tatjana Kraus begleitet.
Für sie ging es jedoch nicht nur um ihr Rennen, sondern auch um zahlreiche wertvolle Erfahrungen. Denn der Länderkampf mit einem knapp einwöchigen Aufenthalt wurde diesmal deutlich anders gestaltet als früher: Es gab mehrere Trainingstage mit Workshops – unter anderem zu den Themen Krafttraining, Ernährung, Material und Mentaltraining. „Die Sportler waren begeistert, aber auch ganz schön platt“, berichtete Tatjana Kraus. Auch sie selbst habe durch den Kontakt mit den anderen Trainern und Sportlern viel dazulernen können. Die Aktiven konnten zudem viele internationale Kontakte knüpfen. Da konnten sie es verschmerzen, dass die Rennen teilweise nicht so gut verliefen. Besonders Huber musste dem anstrengenden Programm Tribut zollen, und Kortlever konnte nach einem Sturz, bei dem er sich das Material verbog, ebenfalls nicht voll angreifen. Julia Geutner dagegen „hat die Kadernominierung für kommende Saison geschafft und wurde Zweite im Massenstart“, freut sich DEC-Abteilungsleiterin Heike Kogler.
Auf der Inzeller Kunsteisbahn bestritten insbesondere die „Großen“ aus dem DEC-Nachwuchs die Rennen „aus dem Training heraus“, das heißt ohne spezifische Wettkampfvorbereitung. Denn für Aktive wie Anna Ostlender, Josephine Heimerl, Maira Jasch, Dominik Mayrhofer und Felix Motschmann oder auch Gabriel Groß war der Frillensee-Cup lediglich eine Durchgangsstation auf dem Weg zu höherwertigen Wettkämpfen. Im Mittelpunkt steht das Wochenende vom 27. bis 29. Januar, wo in Erfurt die Qualifikation für den Junioren-Weltcup in Inzell (4./5. Februar) ausgetragen wird.
Dennoch waren auch in dieser Altersklasse die Zeiten teilweise beachtlich. So gewann beispielsweise Anna Ostlender die 500 Meter in 40,01 Sekunden vor Heimerl (40,50). Über 1000 Meter gewann Heimerl in 2:03,78 Minuten deutlich vor Ostlender (2:06,96/Saisonbestzeit), Jasch (2:08,06) sowie Julia Bachl (alle DEC/2:10,55).
Begeistert zeigte sich Kogler von AK-13-Läuferin Emilia Hopf: „Sie hat heuer eine unglaubliche Entwicklung geschafft“, lobte sie. Hopf stellte über 500 Meter (zuerst 45,97, dann 45,69) und 1000 Meter (1:34,65) sogar neue persönliche Bestzeiten auf und darf auf einen zusätzlichen Saisonhöhepunkt hoffen: Sollte sie bei der DM in der AK 13 (Mehrkampf) einen der ersten beiden Plätze belegen, könnte sie für das traditionelle Viking-Race nominiert werden.
Am Wochenende werden in der Max-Aicher-Arena die bayerischen Meisterschaften (Mehrkampf) aller Nachwuchsklassen bis einschließlich der A-Junioren ausgetragen. Am Samstag geht’s ab 13 Uhr los, am Sonntag ab 9 Uhr.who