Biathlon

Das Potenzial schnell unter Beweis gestellt

von Redaktion

Ein neues Gesicht ist im österreichischen Damenteam in dieser Saison aufgetaucht. Es ist die 22-jährige Innsbruckerin Anna Gandler. Mit ihrem tollen Einstand im Weltcup hatten viele Biathlonfans nicht gerechnet, Experten allerdings waren weniger überrascht.

Bei ihrem Debüt im Weltcup bei ihrem Heimspiel in Hochfilzen hat sie gleich ihr Potenzial unter Beweis gestellt. Mit dem 30. Platz in der Verfolgung eroberte sie auf Anhieb ihre ersten Weltcup-Punkte. Noch besser lief es für die frühere Junioren-Weltmeisterin beim Weltcup im französischen Le Grand-Bornand. Nach dem 20. Platz im Sprint schrammte sie in der Verfolgung knapp an einem Top-10-Platz vorbei und wurde Elfte. Damit qualifizierte sie sich für den Massenstart und holte dort mit dem 19. Rang erneut Weltcup-Punkte. In Pokljuka war sie mit einer Erkältung an den Start gegangen, sammelte aber trotzdem noch Weltcup-Punkte. Insgesamt zieht sie nach ihren ersten Einsätzen im Weltcup eine positive Bilanz. „Mit diesen Ergebnissen hatte ich nicht gerechnet, ich bin natürlich voll zufrieden“, betonte Gandler, die erst kürzlich ihren 22. Geburtstag gefeiert hat.

„Natürlich ist jetzt die Aufmerksamkeit größer geworden“, hat sie festgestellt, lässt sich davon aber nicht irritieren. „Ich mache Schritt für Schritt und genieße das jetzt“, fügt sie geerdet hinzu. Das hat sie unter anderem von ihrem Vater Markus Gandler mit auf den Weg bekommen. Der ehemalige ÖSV-Rennsportdirektor im Langlauf und Biathlon ist nach wie vor ihr wichtigster Ansprechpartner für sie.

Im Weltcup ist jetzt Markus Fischer als verantwortlicher Trainer für sie zuständig, die Trainingspläne macht aber weiter Reinhard Gössweiner. „Sie hat die guten Ergebnisse im IBU-Cup im Weltcup bestätigt. Jetzt heißt es ruhig weiterarbeiten und das erreichte Niveau stabilisieren und festigen“, so Fischer.

Den Grundstein zu der bisher gut verlaufenen Saison hat sie in der Vorbereitung im Sommer gelegt. „Das Ziel im Sommer war für mich schon ein Platz im Weltcup gewesen, das war mein Traum und ich habe es über den IBU-Cup geschafft“, erzählt sie. Geholfen hat dabei auch ihr Freund, der französische Biathlet Emelien Claude, mit dem sie viele Trainingseinheiten absolviert hat. Mit dem 23-jährigen fünffachen Junioren-Weltmeister hat sie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verbracht. shu

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