Bakuriani – In Georgien findet die Weltmeisterschaft für die Skicrosser statt. Am Freitag geht es bereits um die ersten Medaillen. Um diese kämpfen auch zwei heimische Athleten, zum einen Tim Hronek vom SV Unterwössen und zum anderen Daniela Maier – sie startet für den SC Urach, wohnt aber schon geraume Zeit in Marquartstein.
Das siebenköpfige deutsche Team ist bereits seit Sonntag in Georgien. „Wir hatten einen entspannten Direktflug und mussten dann noch drei Stunden mit dem Bus zum Hotel fahren“, so Hronek. Die Strecke in Bakuriani hat er vor zwei Jahren bei einem Weltcup kennengelernt. „Ich erinnere mich, dass sie relativ flach war und das Überholen gut möglich gewesen ist.“ Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der oft von Verletzungen geplagte 27-Jährige zufrieden. „Ich bin konstanter gefahren als in der Vergangenheit, obwohl ich ohne allzu große Erwartungen in die Saison gegangen bin. Dann ist es aber eigentlich ganz gut gelaufen“, freut sich der Sportsoldat. Trotzdem blieb ihm das Pech auch in diesem Jahr treu, beim letzten Weltcup auf der Reiteralm stürzte er schwer. Neben Schmerzen im Knie und an der Schulter waren die Folgen des Sturzes auch in seinem Gesicht sichtbar. Aber Hronek hat sich im Verlauf seiner Karriere von Stürzen und Verletzungen nie unterkriegen lassen. „Wichtig ist, dass ich Spaß habe, bei dem, was ich mache. Auch wenn ich angeschlagen hierhergekommen bin, fühle ich mich fit und in einer starken Verfassung.“ Auf die Frage nach dem Ziel bei der WM sagt er: „Wenn man an einer WM teilnimmt, will man auch eine Medaille.“
Daniela Maier hat im Verlauf des Winters bereits vier Plätze auf dem Podium erreicht. Zu ihren Aussichten bei der WM gefragt, antwortet die 26-jährige Bundespolizistin: „Ich will an diesem Tag beim Rennen das Beste aus mir herausholen. Natürlich hoffe ich auf einen Podiumsplatz.“ Allerdings gibt es derzeit bei den Damen im Skicross-Weltcup eine scheinbar übermächtige Konkurrentin. Die Schwedin Sandra Näslund ist die überragende Athletin in diesem Winter und führt klar in der Weltcup-Wertung. Die Strecke in Georgien kennt die Wahl-Marquartsteinerin noch nicht. „Ich habe bisher vor allem in den Qualifikationsrennen gezeigt, dass der Speed stimmt und ich vorne mitfahren kann“, so die Olympia-Dritte von Peking.