Traunstein blickt jetzt auch nach unten

von Redaktion

FUSSBALL-LANDESLIGA SBC trifft auf Spitzenreiter Bruckmühl – Wasserburg abgesagt

Traunstein/Bruckmühl/Wasserburg – Den Auftakt in das neue Punktspieljahr haben sich die Fußballer des SB Chiemgau Traunstein freilich ganz anders vorgestellt. Die 2:6-Pleite beim SV Pullach liegt Spielertrainer Danijel Majdancevic „auch noch ein bisschen im Magen“, wie er zugibt. „Ich kann es auch nach wie vor nicht richtig nachvollziehen“, sagt er. Schließlich habe man in der Vorbereitung gut gearbeitet und sei voller Euphorie in die Frühjahrsrunde der Landesliga Südost gegangen.

Der SBC will jetzt so schnell wie möglich wieder zurück in die Erfolgsspur. Jetzt kommt es am heutigen Samstag um 14 Uhr auf dem Traunsteiner Kunstrasenplatz – geparkt werden kann am Stadion – ausgerechnet zum Duell mit Spitzenreiter SV Bruckmühl. „Wir sind diesmal definitiv nicht der Favorit“, stell Majdancevic fest. „Bruckmühl ist mit Abstand Tabellenführer und sie stehen auch verdient dort oben.“ Dennoch hofft der Trainer darauf, dass sein Team die Heimkulisse beflügeln wird. „Es kommt sicher auch auf die Tagesform an.“

Die passte beim letzten Auftritt jedenfalls gar nicht. Die Traunsteiner rutschten durch die jüngste Niederlage ins Mittelfeld der Tabelle ab. Der Neuntplatzierte (31 Zähler) hat fünf Punkte Rückstand auf Tabellenplatz zwei, den der TSV Ampfing (36) einnimmt. Sechs Punkte sind es aber auch gerade mal auf den SV Pullach, der auf den ersten der Abstiegsrelegationsplätze steht.

Vor dem ersten Punktspiel des Jahres hatte Majdancevic ja noch gesagt: „Wir wollen nochmals oben anklopfen.“ Jetzt hört sich das ein wenig anders an. „Wir wissen, wo wir herkommen und was wir letztes Jahr durchgemacht haben.“ Auch deshalb blickt er ab sofort „auch nach unten“. Personell kann der SB Chiemgau im ersten Punktspiel des Jahres vor eigenem Publikum fast aus dem Vollen schöpfen. Nur hinter Majdancevic selber steht noch ein kleines Fragezeichen. Nicht dabei ist Defensivmann Vegard Salihu, der noch ein Spiel wegen seiner Rot-Sperre pausieren muss.

Auch der Bruckmühler Coach Mike Probst hat noch zwei Wackelkandidaten mit Kapitän Thomas Festl und Patrick Kunze. Ansonsten reisen die Gäste, deren erstes Punktspiel vergangenes Wochenende beim TSV Brunnthal ausgefallen ist, mit Selbstvertrauen an. Probst meint: „Wir freuen uns, dass es jetzt wieder um Punkte geht.“ Er zeigte sich mit der Vorbereitung zufrieden und war vor allem froh, „dass wir von schweren Verletzungen verschont geblieben sind“. Man treffe nun auf einen Gegner, der mit Sicherheit eine Reaktion auf letztes Wochenende zeigen wolle. „Unser Testspiel gegen Kirchanschöring hat gezeigt, dass wir bereit sind und auch auf Kunstrasen gut in die Runde kommen wollen.“

Wasserburg muss

eine Pause einlegen

Eigentlich wäre der TSV Wasserburg am Samstagnachmittag beim TuS Holzkirchen gefordert gewesen und hätte sich für diese Begegnung auch einiges vorgenommen: Die Mannschaft von Trainer Florian Heller wollte den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle schaffen. Das ist nun verschoben, weil die Partie abgesagt wurde. Der Platz in Holzkirchen ist noch nicht bespielbar, ein Nachholtermin ist noch nicht bekannt.

Bei Ampfing fehlen
zwei Stützen

Nach dem Unentschieden gegen den FC Unterföhring bestreitet der TSV Ampfing am Samstag, das erste Auswärtsspiel des Jahres. Die Schweppermänner gastieren dabei um 13 Uhr beim ASV Dachau, der Platz zehn in der Tabelle einnimmt und derzeit vier Punkte über dem Strich steht. Ampfings Trainer Rainer Elfinger muss sein Team im Vergleich zum Auftaktspiel auf zwei entscheidenden Positionen umbauen, ist doch Mike Opara rotgesperrt und Nono Koussou verletzt. Der spielende Co-Trainer von Elfinger hat sich bei einem Foulspiel des Gegners einen Innenbandriss im Fußgelenk zugezogen. „Wir haben schon einen Plan, wie wir das Spiel angehen. Die Ausfälle tun uns natürlich brutal weh, vor allem müssen wir schauen, dass wir das auch läuferisch kompensieren können. Aber da müssen die Spieler, die jetzt reinkommen, halt schnell in die Spur finden.“

Auf der anderen Seite muss aber auch Dachaus Trainer Manuel Haupt einige Leistungsträger ersetzen. So fehlen beim Aufsteiger mit Andreas Roth und Christian Roth zwei wichtige Mannschaftsstützen verletzt. Andreas Roth ist mit neun Toren der treffsicherste Akteur vor Yazid Ouro-Akpo Adjai, der beim 1:1 im Hinspiel den Führungstreffer für die Dachauer erzielt hat und bei sieben Saisontoren steht. Der späte Ausgleich in der Nachspielzeit ging Anfang August auf das Konto von Urban Halozan, der ja den Verein im Herbst in Richtung Heimat verlassen hat.

Wer Koussou und Opara, der ja mit 13 Toren die interne Torschützenliste der Ampfinger anführt, ersetzen soll, will Elfinger nicht verraten: „Da will ich mir nicht in die Karten schauen lassen.“ Den Platz von Koussou, der gegen Unterföhring schon zur Pause raus musste, könnte erneut Ruben Kroiss einnehmen. Mit Valentino Gavric und Daniel Toma, die jeweils sieben Tore auf ihrem Konto haben, verfügt Elfinger zudem über zwei Angreifer, die wissen, wo das Tor steht. bst/jah/mb

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