Einmal Deutschland, zweimal Österreich

von Redaktion

U23-Junioren verteidigen EM-Titel

Bad Wörishofen – Nachdem der Deutsche Eisstock-Nachwuchs bei den 58. Europameisterschaften der Jugend und Junioren im Zielwettbewerb klar den Ton angab, musste man im Mannschaftsspiel Österreich den Vortritt lassen. Während die Junioren U23 ihren EM-Titel verteidigen konnten, hatten sich Jugend U16 und U19 jeweils mit Silber anzufreunden. Auffällig: Jedes Mal unterlag im Endspiel jene Moarschaft, die das Qualifikationsspiel 1 des Page-Play-off-Finals gewann und somit zur Zwangspause „verdammt“ war.

Zunächst sah es in Bad Wörishofen bei den schwarz-rot-goldenen U23-Junioren allerdings nicht nach Titelverteidigung aus. Nach der Hinrunde lag das deutsche Quintett mit 15:9 Punkten weit hinter Österreich (21:3). Als man dann im Qualifikationsspiel 1 auch noch mit 8:0 vom Eis gefegt wurde, galt der Erzrivale als sicherer Sieger. Doch bahnten sich Fabian Greil (EC EBRA Aiterhofen), Marco Roßberger (EC Gerabach), Christoph Zehetbauer, Florian Marchl, Jonas Huber (alle TSV Niederviehbach) mit ihrer zweiten Chance, einem 5:4-Sieg gegen Italien, den Weg ins Finale. Dort wurden die Eisstockschützen der Alpenrepublik dann mit 5:3 niedergerungen.

Auch bei der Jugend U16 startete Deutschland als Titelverteidiger. Zunächst lief auch alles bestens. Die Vorrunde wurde mit 16:0 vor Italien (10:6) und Österreich (8:8) dominiert. Im engen Quali-Spiel 1 räumte man Italien mit 5:4 aus dem Weg. Da Österreich im Quali-Spiel 2 Italien mit 12:1 deklassierte, kam es wieder zum Traumfinale, dass Fabian Neumaier (SG-DJK Ramsau), Lukas Vorderwestner (ESV Wang), Florian Kreuzeder, Marco Straubinger (beide ESC Rattenbach), Florian Schuhbeck, Hansi Obermayer (beide EC Lampoding) jedoch knapp mit 4:6 verloren.

Hauchdünn an EM-Gold schrammte auch die Jugend U19 vorbei. Zwar konnte man Österreich in der Vorrunde das Wasser nicht reichen (20:0 bzw. 16:4), doch im Quali-Spiel 1 war man mit 6:2 verdienter Sieger. Als die Moarschaft des Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler (BÖE) dann Litauen mit 10:0 besiegte, kreuzten sich die Wege der beiden Dauerrivalen wieder. Trotz großem Kampf mussten sich Anna Hinteraicher (SV Gumpersdorf), Lukas Huber (TSV Niederviehbach), Stefan Gießer (FC Penzing), Matthias Schuhbeck, Paul Lämmlein (beide EC Lampoding) jedoch mit 4:5 dem Titelverteidiger beugen. Gemessen an den sowohl im Mannschaftsspiel als auch im Zielwettbewerb erzielten Erfolgen lagen Deutschland und Österreich mit je 14 Medaillen gleichauf. Sieben gegenüber fünf „Goldenen“ weisen jedoch Schwarzrotgold als Gesamtsieger aus.

Jugend U16, Page-Play-off-Finale Qualifikationsspiel 1: Deutschland – Italien 6:5. – Ausscheidungsspiel: Österreich – Slowenien 16:0. – Quali 2: Österreich – Italien 12:1. – Finale: Österreich – Deutschland 6:4.

Jugend U19 Quali 1: Deutschland – Österreich 6:2. – Ausscheidung: Litauen – Italien 8:4. – Quali 2: Österreich – Litauen 10:0. – Finale: Österreich – Deutschland 5:4.

Junioren U23 Quali 1: Österreich – Deutschland 8:0. – Ausscheidung: Italien – Tschechien 13:2. – Quali 2: Deutschland – Italien 5:4. – Finale: Deutschland – Österreich 5:3.

Medaillenspiegel Mannschaftsspiel und Zielwettbewerb: 1. Deutschland 14 (7 Gold/5 Silber /2 Bronze); 2. Österreich 14 (5/6/3); 3. Italien 6 (0/1/5); 4. Litauen 2 (0/0/2). kam

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