Rosenheim – Erste Pflichtaufgabe erfüllt: Die Starbulls Rosenheim haben durch einen 6:1-Sieg im dritten Spiel der Play-off-Serie in der Eishockey-Oberliga gegen die IceFighters Leipzig den Einzug in das Viertelfinale klar gemacht. Die Rosenheimer haben die Serie somit mit einem Sweep (drei Siege in drei Spielen) gewonnen und sich so ein spielfreies Wochenende erspielt. „Der Sieg war hochverdient, es war ein Klassenunterschied zu erkennen. Wir haben uns mehr vorgenommen, aber man kann nicht machen, wenn man die Zweikämpfe nicht gewinnt“, musste Gäste-Coach Sven Gerinke zugeben. „Die Spieler wollten die Serie heute beenden, das hat man im zweiten Drittel gesehen. Das war auch unser Ziel“, erklärte ein zufriedener Starbulls-Trainer Jari Pasanen.
Anders als noch in den ersten zwei Aufeinandertreffen haben die Rosenheimer die Partie deutlich klarer gestalten können. Während die ersten zwei Begegnungen jeweils mit nur zwei Toren Unterschied endeten, trennten beide Teams im dritten Duell fünf Treffer. Den berühmten Nackenschlag bekamen die Leipziger dabei im zweiten Spielabschnitt, der mit 4:0 an ein in diesem Drittel dominantes Starbulls-Team ging.
Dabei hat die Partie für die Gäste so gut angefangen. Zwar versuchten die Rosenheimer von Beginn an, die Spielkontrolle zu übernehmen, der Führungstreffer ging aber auf die Kappe der Leipziger: Roberto Geiseler schlenzte die Scheibe nach fünf Minuten in Richtung des Kastens von Starbulls-Torwart Andreas Mechel, Ian Farrell fälschte unhaltbar ab. Diese frühe Führung spielte Leipzig in die Karten, Rosenheim brauchte danach einige Minuten, um wieder Zugriff auf die Partie zu finden. „Der Anfang war ein bisschen holprig, es war wieder Nervosität zu sehen. Das 0:1 hat dann dazu beigetragen, dass wir nicht befreit gespielt haben“, analysierte Jari Pasanen.
Das Momentum änderte sich dann nach zwölf Minuten: Klemen Pretnar schaufelte die Scheibe vor das Gäste-Tor, Tim-Lucca Krüger stocherte nach und verwandelte im zweiten Versuch.
Für die erste Rosenheimer Führung und auch schon eine kleine Vorentscheidung sorgte dann das Trio Travis Oleksuk, Norman Hauner und Tyler McNeely: Kurz vor dem Ende des ersten Drittels stellte Hauner auf Vorlage von McNeely auf 2:1, im zweiten Abschnitt erhöhte Oleksuk erst im Powerplay auf 3:1 und war dann auch noch für das vierte Tor zuständig – die Vorlage kam beide Male von Tyler McNeely. „Tyler war verletzt. Für uns war klar, dass er sofort spielt, wenn er bereit ist“, erklärte Pasanen die Entscheidung, Brad McGowan in diesem Spiel rauszulassen.
Der Wille der Leipziger war zu diesem Zeitpunkt, nach 30 Minuten, schon fast gebrochen. Da Stefan Reiter nur fünf Minuten später per Penalty weiter erhöhte und sich auch Marc Schmidpeter nur eine Zeigerumdrehung später noch in die Torschützenliste eintrug, war das Spiel dann bereits nach 40 Minuten so gut wie entschieden. Das Schussverhältnis von 37:16 zugunsten der Hausherren machte die Rosenheimer Dominanz an diesem Abend noch deutlicher.
Die Geschichte des letzten Drittels war dann schnell erzählt. Rosenheim spielte den Sieg sicher herunter, ein Aufbäumen von Leipzig war kaum mehr erkennbar. Dank einiger hochkarätiger Chancen hätte dieser Erfolg aber auch noch höher ausfallen können. Eine schöne Geste: Auch DNL-Spieler Kilian Kühnhauser, der die Verteidigung als siebter Spieler vervollständigte, bekam in den letzten 20 Minuten noch seine Eiszeit.
Starbulls Rosenheim – IceFighters Leipzig 6:1 (1:2;4:0;0:0). Tore: 0:1 (5.) Farrell (Geiseler), 1:1 (12.) Krüger (Daxlberger/Pretnar), 2:1 (19.) Hauner (McNeely/Oleksuk), 3:1 (23.) Oleksuk (McNeely/Hauner, PP), 4:1 (29.) Oleksuk (McNeely/Hauner), 5:1 (35.) Reiter (Penalty), 6:1 (36.) Schmidpeter (Kolb).
Schiedsrichter: Westrich/Singaitis.
Zuschauer: 3641.
Strafzeiten: Rosenheim 0, Leipzig 6.