Unterwössen – Für Skicrosser Tim Hronek ist die Weltcupsaison zu Ende gegangen. Beim Finale in Craigleiht in Kanada erreichte er den neunten Platz, im Rennen zuvor fuhr er auf den sechsten Rang. Das bedeutete für den 27-Jährigen vom SV Unterwössen im Gesamtweltcup den zwölften Platz. Damit war er viertbester DSV-Starter: Florian Wilmsmann wurde Dritter, Tobias Müller Achter und Niklas Bachsleitner Elfter. „Mit dem Saisonabschluss kann ich leben. Ich wäre zwar noch gerne aufs Stockerl gefahren, aber ich bin doch konstant durch den Winter gekommen“, so Hronek. Nachdem er relativ gut in die Saison gestartet war, hielten ihn Verletzungen auf. „Ich bin ohne zu große Erwartungen in die Saison gegangen, dafür ist es eigentlich ganz gut gelaufen“, freute sich der Sportsoldat dennoch. Ausgerechnet kurz vor der Weltmeisterschaft in Georgien passierte ihm jedoch ein schwerer Sturz beim Weltcup auf der Reiteralm. Die Folgen: Schmerzen im Knie und an der Schulter.
Doch von solchen Dingen hat sich Hronek im Verlauf seiner Karriere nie unterkriegen lassen.
So reiste er voller Zuversicht zur Weltmeisterschaft. Allerdings blieb ihm dort das Pech treu. „Vor dem Rennen bin ich in der Früh beim Trainingslauf gestürzt und auf die bereits lädierte Schulter geflogen“, erinnert er sich. Mit diesem Handicap musste er in die Finalläufe und schied bereits im ersten Rennen aus, sodass am Ende der 20. Platz stand. „Ich war ziemlich enttäuscht. Bei einer WM will man einfach mehr“, meinte er etwas niedergeschlagen.
„Ich will die Saison zu einem guten Ende bringen“, kündigte er dann vor den beiden letzten Weltcup-Stationen in der Schweiz und in Kanada an. In der Schweiz schied er im Achtelfinale aus, ehe er in Kanada beide Male in die Top Ten kam. Nun geht es für den 27-Jährigen zunächst wieder zum Arzt. „Die Schulter hat doch mehr abbekommen, als erwartet. Das Ganze wird allerdings zunächst versucht, konservativ zu behandeln“, gibt er sich optimistisch.
Noch mehr Pech in diesem Winter hatte Daniela Maier, die seit geraumer Zeit ihren Wohnsitz in Marquartstein hat. Die 27-Jährige zog sich bei der WM eine Verletzung zu, die sie zunächst gar nicht bemerkte. Erst bei einer genaueren Untersuchung in München stellte sich heraus, dass sie im linken Knie einen Knorpelschaden erlitten hat. Dieser musste sofort operiert werden, damit war für die Bundespolizistin die Saison zu Ende.
Dabei hatte diese für die Sportlerin vom SC Urach gleich mit einer erfreulichen Nachricht begonnen. Sie bekam nachträglich die Bronzemedaille von den Olympischen Spielen in Peking 2022 zugesprochen. Dementsprechend motiviert ging sie in den Winter und erreichte vier Plätze auf dem Podium.
Bei der WM jedoch lief es nicht so richtig rund und am Ende blieben im Einzel und im Team jeweils nur der siebte Platz. „Da habe ich zu viele Fehler gemacht“, gab sie zu. Nun heißt es für Daniela Maier ab in die Reha, schließlich will sie im August wieder auf den Brettern stehen. Im Gesamtweltcup belegte sie als beste Deutsche den siebten Platz. SHu