„In den Play-offs gibt es keine Freunde“

von Redaktion

Play-off-Viertelfinale: Starbulls gegen die Tilburg Trappers – Trainer kennen sich gut

Rosenheim – „Ja es stimmt. Wir kennen uns gut. Wir sind Freunde und telefonieren regelmäßig“, verrät Starbulls-Coach Jari Pasanen vor dem Play-off-Viertelfinalauftakt am heutigen Dienstag, 19.30 Uhr, im Rofa-Stadion gegen die Tilburg Trappers. Pasanen spricht über Tilburg-Coach Doug Mason, schränkt aber sofort ein: „In den Play-offs gibt es ja keine Freunde. Er will uns besiegen und wir Tilburg.“ Und wie der Name Trappers (Fallensteller) schon sagt, wollen die Niederländer den Rosenheimern einige Fallen stellen, doch die Starbulls sind vorbereitet: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir haben viele Videos geschaut und wir haben der Mannschaft einige Sequenzen gezeigt. Tilburg spielt definitiv einen anderen Spielstil als alle anderen Mannschaften im Süden. Das ist ein sehr nordamerikanischer Spielstil. Sie laufen sehr viel, spielen mit viel Körperkontakt, fahren die Checks zu Ende und spielen bis an die Grenze des Erlaubten.“

Diesen Spielstil forciert Doug Mason, mit dem Pasanen vor ein paar Tagen noch telefoniert hat. „Wir haben so ziemlich denselben Weg als Trainer gemacht. Er war genauso wie ich Spielertrainer, ist dann Trainer in Deutschland geworden und beide haben wir in der DEL gearbeitet. Wir sind ähnliche Trainer und während unserer Zusammenarbeit habe ich von ihm gelernt, er aber auch von mir. Es gibt einige Trainerkollegen, denen man vertrauen kann und er ist definitiv einer davon“, sagt Pasanen über Mason.

Wie er sein Team in Spiel eins auflaufen lässt, verriet Jari Pasanen auch: „Wir spielen mit der gleichen Aufstellung wie im letzten Spiel gegen Leipzig mit einer Ausnahme. Im Tor wird dieses Mal Christopher Kolarz stehen. Andi Mechel hat seine Sache gegen Leipzig ausgezeichnet gemacht, aber wir müssen auch unserem anderen Torhüter Spielpraxis geben. Wie schnell etwas passieren kann, haben wir bei Tomas Pöpperle gesehen und da ist Spielpraxis dringend notwendig. Außerdem waren Mechel und Kolarz in der Hauptrunde gleich stark und man konnte sich jederzeit auf sie verlassen.“ Tomas Pöpperle fällt nach Auskunft von Jari Pasanen definitiv auch noch nächste Woche aus.

Im Achtelfinale setzten sich die Trappers gegen den EC Peiting in vier Partien durch (4:1, 2:4, 4:0, 6:4). Dank eines breiten Kaders können die Niederländer im Prinzip immer mit vier Sturmreihen agieren, jede Linie ist für Tore gut. Gefährlichster Scorer ist der 30-jährige kanadische Außenstürmer Brett Bulmer, der in vier Spielen gegen Peiting sieben Punkte und in nur 29 Hauptrundenspielen 41 Punkte gemacht hat. Prominentester Tilburger ist aber der Cheftrainer Doug Mason. Der 67-jährige Kanadier war Headcoach der Krefeld Pinguine, der Kölner Haie, der Adler Mannheim und der Iserlohn Roosters, ehe er in Iserlohn von Co-Trainer und Freund Jari Pasanen abgelöst wurde. Eine Freundschaft, die aber zumindest so lange ruht, wie die Serie zwischen Rosenheim und Tilburg dauert.

Das sind die Tilburg Trappers

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