Ein Gegner in Reichweite?

von Redaktion

Bayernligist 1860 Rosenheim beim TSV Nördlingen zu Gast

Rosenheim – Der 26. Spieltag in der Fußball-Bayernliga Süd führt den TSV 1860 Rosenheim in das Nördlinger Ries. Im dortigen Sportpark machen sich die Sechziger daran, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Anpfiff ist am Samstag um 15.30 Uhr.

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den SV Erlbach treffen die Rosenheimer erneut auf ein Team, das sich kurz vor der Abstiegszone eingenistet hat. Der TSV Nördlingen steht aktuell mit 31 Punkten auf dem 13. Rang und damit genau vor dem Relegationsplatz, auf den man fünf Zähler Vorsprung hat. „Hätten wir gegen Erlbach in der ersten Halbzeit unsere Chancen genutzt, dann kann das auch ganz anders laufen“, sagt 1860-Trainer Robert Gierzinger. Und weil Nördlingen mittlerweile sogar weniger Punkte als Erlbach aufweist, rechnet sich der Rosenheimer Übungsleiter durchaus etwas aus. „Die sind in unserer Reichweite“, vermutet Gierzinger.

Allerdings muss sich bei den Sechzigern für ein erfolgreiches Gastspiel einiges ändern. „Wir wissen selbst, dass wir mehr ins Spiel kommen müssen“, sagt er, und fordert seine Truppe auf: „Wir müssen hungrig bleiben, mutiger nach vorne spielen und vermehrt in die Zone kommen, wo es für den Gegner gefährlich werden kann.“

Gierzinger war seit seiner Zusage im Winter bewusst, dass die „Mission Klassenerhalt“ bis zum letzten Spieltag und darüber hinaus dauern kann. „Unser Ziel ist nach wie vor, dass wir den Klassenerhalt über die Relegation schaffen“, sagt der Rosenheimer Coach. Dass es auf dem Weg dorthin auch immer wieder Rückschläge geben kann, ist dem Trainer auch bewusst. „Es kann nicht nach vier Wochen alles anders sein und wir gewinnen jedes Spiel.“

Bislang stehen ein Sieg und drei Niederlagen in seiner Bilanz, die immerhin durch den Sprung auf einen Relegationsrang aufgewertet wird. In Nördlingen will Gierzinger mit seiner Mannschaft den nächsten Schritt unternehmen. Dafür will er die Startformation verändern, der 1860-Coach hat angekündigt, die Rotationsmaschine anzuschmeißen.

Dabei muss er auf den gleichen Kader wie zuletzt bauen, denn von den verletzten Spielern wird keiner so schnell zurückkehren. Markus Sattelberger ist weiter in der Aufbauphase, Kapitän Christoph Wallner frisch am Meniskus operiert. Und Laurin Demolli laboriert noch immer an seiner Muskelverletzung, die ihn wohl bis nach Ostern außer Gefecht setzen wird. „Es liegt an der Reha, wie schnell es bei ihm geht. Er arbeitet hartnäckig daran“, sagt Gierzinger. Am ehesten am Comeback ist wohl Luca Jesse, der laut 1860-Coach womöglich nächste Woche schon wieder ins leichte Mannschaftstraining einsteigen kann. In Nördlingen müssen es die restlichen Rosenheimer Spieler richten – egal, wen die Rotation in die Anfangself spült.

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